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Wie planen Sie einen Onlineshop für ein kleines Ladengeschäft, das Sie bereits führen?

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Linkysoft · Blog: Wie planen Sie einen Onlineshop für ein kleines Ladengeschäft, das Sie bereits führen?

Wenn Sie einen Onlineshop für ein kleines Ladengeschäft planen, das Sie schon haben, wählen Sie die Plattform ganz am Schluss. Das ist der beste Weg: gemeinsamer Bestand für Kasse und Website, ein kleines Startsortiment, Abholung im Laden vor dem Versand, klare Regeln für Rückgabe und Datenschutz, feste Aufgaben für Bestellungen. Erst danach kommt das System. Wer mit der Plattform anfängt, muss oft später wechseln, weil Kasse und Website beim Bestand nicht zusammenpassen.

Stellen Sie auch nicht den ganzen Laden online, sondern nur 10 bis 50 Produkte. Berichte zeigen: Eine gute Auswahl von 12 bis 18 Artikeln verkauft am Anfang oft mehr als ein Shop mit 60 Artikeln. Die Käufer finden schneller, was sie suchen, und schließen den Kauf auch ab.

Planen Sie ehrlich mit 3 bis 6 Wochen, wenn Sie einen Shop mit 10 bis 50 Produkten selbst bauen. Mit einem Profi dauert es 8 bis 12 Wochen, und eine ganz eigene Lösung braucht 3 bis 6 Monate. Wie schnell es wirklich geht, hängt meistens daran, wie schnell Sie Dinge entscheiden und Fotos sowie Texte abgeben.

Planen Sie in dieser Reihenfolge
Die Plattform kommt zuletzt, wenn Bestand, Sortiment und Regeln feststehen.

Was sich ändert, wenn es den Laden schon gibt, und was bleibt

Fast alle Ratgeber für Onlineshops fangen bei null an. Das alles haben Sie längst, deshalb ist der Onlineshop für Sie keine neue Firma, sondern ein zweiter Eingang in Ihr Geschäft. Neu sind vor allem Bestellungen rund um die Uhr, das Packen, die Rechtstexte für Onlinekäufe und Fotos, die das Anfassen ersetzen.

Genau da liegt aber das größte Risiko: Wer die Website wie einen getrennten Laden mit eigenem Bestand behandelt, verkauft irgendwann dieselbe Ware zweimal.

Der Vorsprung, den Sie schon haben

Sie wissen, welche Artikel sich gut drehen und welcher Lieferant pünktlich nachliefert. Diese Erfahrung fehlt jedem, der aus dem Nichts startet, und sie hilft Ihnen bei der Auswahl der ersten Onlineprodukte.

Dazu kommen Stammkunden, die Ihnen schon vertrauen. Mit ihnen können Sie testen, ob jemand online kauft, ohne vorher etwas für Werbung auszugeben. Dafür reichen ein Satz auf dem Kassenbon oder ein Gespräch an der Theke.

Braucht der Onlineteil einen eigenen Businessplan?

Nein, ein neuer Plan ist nicht nötig, denn Ihr jetziger Geschäftsplan deckt Ware, Lieferanten und Kunden schon ab. Es fehlt nur eine Ergänzung auf einer Seite: Ziele für den Onlineumsatz, die neuen Kosten und eine Aufgabenliste bis zum Start, mit einem Namen hinter jeder Aufgabe.

So ein kurzer Plan zwingt Sie, alle Entscheidungen aus diesem Leitfaden aufzuschreiben, bevor jemand mit der Technik anfängt.

Legen Sie fest, wie ein einziges Lager Theke und Website versorgt

Die Kasse an Ihrer Theke, von Fachleuten POS (Point of Sale) genannt, und die Website müssen auf dieselben Zahlen zugreifen. Verkaufen Sie im Laden den letzten Schal, muss er sofort online als ausverkauft erscheinen. Das entscheiden Sie noch vor der Plattform, weil davon abhängt, welche Systeme überhaupt passen.

Die Software merkt allerdings nicht, wenn etwas kaputtgeht oder gestohlen wird, also zählen Sie trotzdem regelmäßig nach. Mehr dazu, warum der Lagerbestand im Regal so selten zu den Zahlen im System passt, lesen Sie in einem eigenen Beitrag.

Was schiefgeht, wenn zwei Zählungen nebeneinander laufen

Stellen Sie sich einen Geschenkeladen vor, in dem von einer handgemachten Duftkerze nur noch ein Stück da ist. Um 14 Uhr kauft eine Stammkundin sie an der Theke, und um 14:20 Uhr bestellt jemand dieselbe Kerze online, weil die Website noch „1 auf Lager“ anzeigt.

Nun stornieren Sie die Onlinebestellung, erstatten das Geld und entschuldigen sich. Der Onlinekunde kommt vermutlich nie wieder, und passiert das jede Woche, verlieren Sie mehr Vertrauen, als Werbung zurückholen kann.

Jedes Produkt bekommt zuerst eine eigene Artikelnummer

Kasse und Website tauschen sich über die SKU (Stock Keeping Unit) aus, eine einmalige Artikelnummer für genau ein Produkt in einer festen Variante. Ein T-Shirt in drei Größen und zwei Farben braucht also sechs Nummern, nicht eine.

Diese Nummer muss in beiden Systemen genau gleich sein, sonst weiß die Software nicht, was sie vom Bestand abziehen soll. Räumen Sie Ihre Listen deshalb jetzt auf, solange noch nichts online ist, denn später stören Korrekturen schon echte Bestellungen.

Wann eine Tabelle noch reicht

Viele kleine Läden gleichen Verkäufe an Kasse und Website anfangs von Hand in einer Tabelle ab. Bei unter etwa 50 Produkten können Sie das mit der Hand machen, wenn eine feste Person es jeden Tag erledigt, aber vergessen Sie die Liste an einem stressigen Samstag, stimmen am Montag die Zahlen nicht mehr.

Ab etwa 50 Produkten wird der Abgleich per Tabelle laut Praxisberichten unsicher. Dann brauchen Sie ein System, das den Bestand automatisch über die Artikelnummer teilt. Woran Sie merken, wann eine Excel-Liste zu klein wird, erklärt ein eigener Beitrag.

Welche Produkte gehen zuerst online?

Die Zahl der ersten Produkte ist keine Geschmacksfrage, denn sie legt fest, wie viel Arbeit vor dem Start liegt.

Ein kleiner Start ist besser, als gleich alles hochzuladen. Die Zahl 12 bis 18 Artikel aus der Einleitung zeigt es: Weniger Auswahl heißt für Sie auch weniger Fotos, weniger Texte und ein früherer Start.

Wie viele Produkte reichen für den Start?

Die meisten Ratgeber empfehlen 10 bis 30 oder 10 bis 50 Produkte, manche raten Neulingen sogar zu 3 bis 5 Artikeln. Diese Zahlen sind so verschieden, weil es um unterschiedliche Händler geht, vom Schmuckladen bis zum reinen Online-Händler ohne Geschäft.

Da Sie schon einen Laden haben, sind 10 bis 50 Produkte ein guter Rahmen, und zwar aus Ware, die Sie ohnehin im Regal haben. Kaufen Sie nichts extra für Onlinekunden ein, die es noch gar nicht gibt, sondern bestellen Sie erst nach ein paar Wochen gezielt nach, wenn Sie sehen, was online läuft.

Ein einfacher Filter für die Auswahl

Ein Produkt kommt in den Shop, wenn es vier Prüfungen besteht: Es verkauft sich im Laden schon gut, der Lieferant liefert zuverlässig nach, es übersteht den Transport ohne Schaden, und es sieht auf einem Foto gut aus. Zerbrechliches, Sperriges, Saisonware und Einzelstücke lassen Sie für die erste Runde weg.

Rechnen Sie sich dann die Arbeit aus: 30 Produkte mal 5 Fotos sind 150 Fotos. Wenn Sie 5 Minuten pro Foto brauchen, sind das 750 Minuten, also 12,5 Stunden nur fürs Fotografieren. Bearbeitet ist dann noch kein Bild und geschrieben noch kein Satz.

Starten Sie mit Abholung im Laden, bevor Sie landesweit versenden

Click & Collect (auf Englisch auch BOPIS: buy online, pick up in store) bedeutet: Die Kundschaft bestellt und bezahlt online und holt die Ware im Laden ab. Das ist der sicherste Start, denn Sie brauchen am ersten Tag weder Paketverträge noch Kartons.

Daten aus den USA zeigen, dass Kunden bei Click & Collect etwa 30 % häufiger einen Kauf abschließen als reine Onlinekunden, und fast die Hälfte kauft bei der Abholung noch etwas dazu. Für Deutschland, Österreich oder die Schweiz zeigt das zumindest die Richtung.

Warum die Abholung zu einem kleinen Laden passt

Es gibt keine Versandstation und keine kaputten Pakete, und die Kundin steht wieder bei Ihnen im Laden, wo Sie sie beraten können.

Planen Sie dafür nur drei Dinge: ein festes Abholregal hinter der Kasse, eine automatische E-Mail „Ihre Bestellung liegt bereit“ und eine kurze Kontrolle bei der Übergabe. Fragen Sie nach der Bestellnummer oder dem Ausweis, damit niemand die falsche Tüte mitnimmt.

Was der landesweite Versand an Arbeit bringt

Der nächste Schritt ist die Lieferung im eigenen Umkreis an festen Tagen, etwa dienstags und freitags, aber nur, wenn feststeht, wer fährt. Erst wenn Abholung und Lieferung vor Ort gut klappen, lohnt sich der Versand im ganzen Land, mit Kartons, Paketdienst, Sendungsverfolgung und Rücksendungen.

Die Versandkosten hängen von Gewicht, Größe, Strecke, Tempo und Versicherung ab. Zeigen Sie sie früh im Shop, denn bei etwa 39 % der Käufer, die den Einkauf abbrechen, sind Zusatzkosten der Grund, die erst ganz am Ende auftauchen.

Rückgabe, Datenschutz und AGB stehen fest, bevor gebaut wird

Viele Ratgeber nennen die Rechtstexte erst am Ende als lästige Pflicht. Für Ihren Laden gehören sie an den Anfang, weil Ihre Rückgaberegeln bestimmen, was im Warenkorb steht, wie Sie erstatten und ob man Onlinekäufe im Geschäft zurückbringen kann. Wer erst baut und dann die Regeln schreibt, muss fertige Seiten wieder umbauen.

Onlinekäufer haben oft ein gesetzliches Widerrufsrecht, das länger gilt als Ihre Kulanz an der Theke, in Frankreich zum Beispiel 14 Tage. Für Daten gilt in Europa die DSGVO. Prüfen Sie die Regeln für Ihr Land, schreiben Sie keine fremden Texte ab und fragen Sie Ihre Kammer oder einen Anwalt.

Die Seiten, die fast jeder Shop braucht

Egal in welchem Land Sie sind, braucht fast jeder Onlineshop diese Seiten:

  • Rückgabe und Erstattung, mit Frist und Ablauf
  • Datenschutz: wie Sie Daten sammeln und nutzen
  • Verkaufsbedingungen (AGB)
  • Kontakt und genaue Angaben zu Ihrer Firma

Die genauen Pflichtangaben unterscheiden sich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Lassen Sie die Texte deshalb für Ihr Land prüfen, bevor der Shop live geht.

Onlinekauf, Rückgabe an der Theke

Viele Kunden bringen eine Onlinebestellung einfach in den Laden zurück. Legen Sie jetzt fest, ob das erlaubt ist und wer die Ware annimmt, nur Sie selbst oder auch eine Aushilfe.

Klären Sie auch, wie das Geld zurückfließt, meist auf demselben Zahlungsweg statt bar. Und bestimmen Sie, wie das Teil wieder in den Bestand kommt, sonst fehlt es im Shop, obwohl es im Regal liegt.

Welche Zahlungsarten braucht Ihr Checkout wirklich?

Ein Zahlungsanbieter (oft Payment Gateway genannt) wickelt Karten- und Handyzahlungen sicher ab und schickt das Geld auf Ihr Konto. Bieten Sie nie nur einen einzigen Bezahlweg an, denn wer genau diesen nicht nutzt, bricht den Kauf ab.

Was ein Anbieter kostet, hängt von der Gebühr pro Kauf, der Dauer bis zur Auszahlung und den erlaubten Zahlungsarten ab. Fragen Sie außerdem nach Erstattungen und ob derselbe Anbieter auch das Kartengerät im Laden bedient, denn das macht Abrechnung und Rückgabe an der Kasse viel einfacher.

Starten Sie bei dem, was Ihre Kunden an der Kasse nutzen

Schauen Sie sich an, wie Ihre Kunden heute im Laden bezahlen. Die Karten, die an Ihrem Gerät am häufigsten vorkommen, gehören auch in den Onlineshop, dazu ein oder zwei Apps (Wallets), die Ihre Kunden auf dem Smartphone haben.

So bleibt die Auswahl übersichtlich, und niemand muss sich extra irgendwo anmelden. Eine lange Liste mit Logos, die kaum jemand nutzt, bringt nur mehr Gebühren und mehr Arbeit beim Einrichten.

Zwei Entscheidungen im Checkout, die Verkäufe kosten

An zwei Stellen springen viele Käufer kurz vor dem Ziel ab:

  • Pflicht zum Kundenkonto. Etwa 19 % der Käufer brechen ab, weil sie ein Kundenkonto anlegen müssen. Bieten Sie deshalb den Kauf als Gast an.
  • Lieferkosten erst im letzten Schritt. Wie oben beschrieben, sind späte Zusatzkosten bei etwa 39 % der Abbrüche der Grund.

Beide Fehler sind reine Planung und lassen sich vor dem Bau lösen, ohne zusätzliche Kosten.

Wer kümmert sich um Onlinebestellungen, wenn der Laden voll, geschlossen oder unterbesetzt ist?

Kaum ein Ratgeber spricht darüber, aber in einem Laden mit zwei oder drei Leuten entscheidet genau das über den Alltag. Klären Sie, wer nach neuen Bestellungen schaut und wie schnell Kunden eine Bestätigung bekommen.

Richten Sie außerdem eine feste Packecke ein, und zeigen Sie auf der Website, bis wann man bestellen muss, damit die Ware noch am selben Tag bereitliegt.

Eine einfache tägliche Routine

Zwei feste Prüfzeiten reichen für einen kleinen Laden, jede mit einem festen Namen. Die Chefin schaut zum Beispiel morgens nach den Bestellungen, und die Aushilfe prüft um 15 Uhr noch einmal, bevor die Post kommt oder Kunden nach der Arbeit abholen.

Das klingt einfach, verhindert aber das größte Problem: Jeder denkt, der andere habe die Bestellung schon gesehen, und am Abend wartet eine Kundin vergeblich auf eine Antwort.

Wenn die einzige Person, die packt, ausfällt

Schreiben Sie die Bearbeitung in drei Schritten auf einen Zettel, damit auch jemand anders einspringen kann: Bestellung öffnen und Ware aus dem Regal nehmen, packen oder ins Abholregal legen, im System abhaken.

Für Urlaub oder Krankheit planen Sie einen Hinweis auf der Startseite, und der Shop zeigt dann längere Lieferzeiten an. Kunden, die es vorher wissen, verzeihen das fast immer, während Schweigen sie verärgert.

Die Plattform kommt zuletzt und muss mit Ihrer Kasse sprechen

Suchen Sie die Plattform danach aus, ob sie zu Ihrer Kasse und Ihrem Lager passt, nicht nach dem schönsten Design. Eine Website, die getrennt vom Laden läuft, führt sofort wieder zu doppelt verkauften Kerzen.

Einen kompletten Vergleich und die Frage, was ein Kassensystem in einem kleinen Laden kostet, behandeln andere Beiträge. Hier geht es nur um die Wege, die für Ihren Laden passen.

Die eine Frage, die die meisten Optionen aussortiert

Fragen Sie jeden Anbieter zuerst: Teilt Ihr System den Bestand automatisch über die Artikelnummer mit meiner Kasse, ohne dass ich Listen exportieren und importieren muss?

Wenn die Antwort Nein oder „mit etwas Handarbeit“ lautet, ist die Plattform für Sie falsch, egal wie gut sie sonst ist. Diese eine Frage erspart Ihnen Vorführungen und Testzugänge für Systeme, die Sie am Ende ohnehin nicht nehmen würden.

Vier Wege im einfachen Vergleich

Es gibt im Grunde vier Wege zum eigenen Shop. Sie unterscheiden sich darin, wem sie passen, wie viel Technik Sie selbst übernehmen und was die Kosten treibt:

  • Baukasten mit allem inklusive. Für Läden, die schnell starten wollen, meist mit monatlicher Nutzungsgebühr. Prüfen Sie genau, ob Ihre Kasse daran passt, denn manche Baukästen setzen ihre eigene voraus.
  • Open-Source-Erweiterung wie WooCommerce. Läuft auf einer eigenen Website und ist sehr flexibel. Dafür müssen Sie sich selbst um Updates, Sicherheit und das Hosting kümmern oder jemanden dafür bezahlen. Die Kosten treiben vor allem Erweiterungen, Hosting und die Kassenanbindung.
  • Fertiges Shop-Management-System. Verbindet Onlineshop und Lager in einem Programm, der gemeinsame Bestand ist also von Anfang an dabei. Storek von Linkysoft ist so ein System, die Kosten richten sich meist nach Umfang, Nutzern und Filialen.
  • Komplett individuelle Entwicklung. Lohnt sich bei sehr speziellen Abläufen oder einer seltenen Kasse, und Linkysoft baut solche Shops im Rahmen von Webdesign und Webentwicklung. Es ist der teuerste und langsamste Weg, passt dafür aber genau zu Ihrem Laden.

Für die meisten kleinen Läden fällt die Wahl zwischen Baukasten und fertigem Shop-Management-System, und beide prüfen Sie mit der Frage nach der Kassenanbindung von oben.

Platz zum Wachsen, ohne erneut umzuziehen

Denken Sie über den Start hinaus: Kann das System weitere Sprachen anbieten, etwa für Kunden in der Schweiz, oder später eine zweite Filiale an denselben Bestand anschließen?

Auch das Hosting zählt, also der Server, auf dem Ihr Shop läuft. Ein langsamer Server macht auch den besten Shop zäh, und Kunden auf dem Handy warten nicht lange. Einen passenden Server bekommen Sie bei Hostrena.

Wie lange es vom ersten Entschluss bis zur ersten Onlinebestellung dauert

Die Spannen aus der Einleitung, 3 bis 6 Wochen selbst gebaut, 8 bis 12 mit einem Profi und 3 bis 6 Monate komplett individuell, sehen Sie unten im Vergleich.

Diese Zeiten sagen weniger über die Technik als über Sie, denn Ihr eigener Anteil bestimmt meistens, ob Sie am unteren oder oberen Ende landen.

Wochen bis zum Start eines Shops mit 10 bis 50 Produkten
Obere Grenze typischer Spannen: selbst gebaut 3 bis 6 Wochen, mit Profi 8 bis 12, komplett individuell 3 bis 6 Monate.

Wohin die Wochen tatsächlich gehen

Meistens teilt sich die Arbeit in vier Phasen auf:

  1. Recherche und Vorbereitung: 1 Woche bis 3 Monate
  2. Planung des Designs: 1 Woche bis 3 Monate
  3. Aufbau: 1 Tag bis 2 Wochen
  4. Test und Start: 1 bis 3 Tage

Die ersten beiden Phasen hängen fast nur davon ab, wie schnell Sie entscheiden. Die Technik selbst ist dagegen oft der kürzeste Teil des Projekts.

Warum ein schneller Aufbau keinen schnellen Start bedeutet

Der reine Aufbau dauert laut typischen Zeitplänen 1 Tag bis 2 Wochen, dazu kommen 1 bis 3 Tage für Test und Start. Das klingt nach höchstens gut zwei Wochen bis zum Start.

In der Praxis wartet der technisch fertige Shop dann aber oft wochenlang auf Ihre Fotos, Texte und Regeln. Liegt alles komplett vor, bevor jemand mit dem Bauen anfängt, kann der Profi durcharbeiten, und jede Frage, die tagelang offen bleibt, verschiebt den Start um genau diese Tage. Mehr dazu, wie lange die Einrichtung eines Verwaltungssystems dauert, lesen Sie in einem eigenen Beitrag.

Produktfotos und Beschreibungen, die Sie mit dem Smartphone schaffen

Am Anfang brauchen Sie keinen Fotografen, ein Smartphone reicht, wenn Licht und Aufbau bei jedem Teil gleich bleiben. Sieht jedes Foto anders aus, wirkt der Shop unruhig.

Genauso wichtig sind eigene Texte, denn kopierte Lieferantentexte lassen Kunden zweifeln, ob ein echtes Geschäft dahintersteckt. Schreiben Sie hinein, was Kunden an der Theke fragen, also Größe, Material, Pflege und was genau in der Schachtel liegt, denn im Internet kann niemand nachfragen.

Eine Fotoecke in einer Ecke des Ladens

Stellen Sie einen Tisch an ein Fenster mit indirektem Licht, dahinter eine weiße Pappe als Hintergrund und das Handy auf ein Stativ. Fotografieren Sie jedes Teil aus dem gleichen Abstand, dann wirken alle Bilder wie aus einem Guss.

Für kleine Sachen wie Schmuck oder Kerzen lohnt sich eine Lichtbox, die weiches Licht ohne harte Schatten macht. Benennen Sie die Dateien sinnvoll, etwa „duftkerze-lavendel-vorne.jpg“, und schreiben Sie einen kurzen Alternativtext dazu, also eine Bildbeschreibung für Suchmaschinen und Vorleseprogramme.

Welche Aufnahmen jedes Produkt braucht

Pro Produkt sind diese Bilder sinnvoll:

  • Vorderseite als Hauptbild
  • Seite oder Rückseite
  • Nahaufnahme eines Details wie Naht, Struktur oder Verschluss
  • Ein Bild, das die Größe zeigt, zum Beispiel in der Hand
  • Die Verpackung

Das sind fünf Bilder, so wie in unserer Rechnung oben. Bei einfachen Sachen können Sie die Verpackung weglassen, bei Geschenken ist sie aber oft das wichtigste Bild.

Diese Tests machen Sie, bevor es der erste Kunde tut

Im Schnitt verlassen Kunden etwa 70 % der Warenkörbe vor dem Kauf wieder (eine große Studie nennt 70,19 %). Jeder kleine Fehler in Ihrem Shop treibt diese Zahl nach oben.

Über 60 % der Besuche in Onlineshops kommen heute vom Handy, und dort brechen die Käufer noch öfter ab. Eine Auswertung nennt 80,02 % Abbrüche am Handy, am Rechner sind es 66,41 %.

Testen, bevor Kunden es tun
Bestellen Sie echt auf dem Smartphone, nicht nur am Computer.

Den Bestellvorgang von Anfang bis Ende prüfen

Machen Sie echte Testbestellungen mit jeder Zahlungsart, jeder Lieferart und der Abholung, und prüfen Sie, ob die E-Mails ankommen, verständlich sind und ob die Gastbestellung ohne Kundenkonto funktioniert. Spielen Sie auch eine komplette Erstattung durch, bis das Geld zurück und die Ware wieder im System ist.

Testen Sie Menüs, Knöpfe und Felder auf dem Handy mit dem Daumen, nicht mit der Maus. Bitten Sie außerdem zwei Stammkunden, auf ihrem eigenen Handy zu bestellen, und schauen Sie zu, wo sie zögern, denn Sie selbst kennen Ihren Shop längst zu gut.

Die Verbindung zwischen Laden und Website testen

Verkaufen Sie ein Teil an der Kasse und prüfen Sie, ob der Bestand online sofort sinkt. Bestellen Sie danach im Netz und schauen Sie, ob die Kasse den neuen Stand kennt.

Buchen Sie zum Schluss eine Rückgabe und kontrollieren Sie, ob die Ware überall wieder verfügbar ist. Hakt einer dieser drei Schritte, starten Sie noch nicht, sondern lassen ihn zuerst reparieren.

Aus Stammkunden werden Ihre ersten Onlinekäufer

Ein neuer Shop muss seine ersten Kunden mit Werbung gewinnen, Sie dagegen haben sie jeden Tag im Laden. Der beste Anlass ist die Abholung: in der Mittagspause bestellen, auf dem Heimweg mitnehmen.

Branchenzahlen zeigen die Richtung: Kunden, die auf mehreren Wegen kaufen, geben pro Bestellung etwa 16 % mehr aus, und Händler, die Laden und Shop verbinden, behalten rund 89 % ihrer Kunden.

Zuerst im eigenen Laden ankündigen

Nutzen Sie jede Stelle, an der Kunden Sie ohnehin sehen: einen Satz auf dem Kassenbon, ein Schild an der Kasse, Hinweise an den Regalen und eine kleine Karte in jeder Tüte. Ein QR-Code an der Kasse führt direkt in den Shop, ohne Umweg über eine Suchmaschine.

Fragen Sie an der Kasse auch, ob Sie zum Start eine E-Mail schicken dürfen, und sagen Sie in einem Satz, was Sie verschicken und wie oft. Notieren Sie im Sinne Ihrer Datenschutzregeln von oben nur Kunden, die ausdrücklich Ja sagen.

Wann bezahlte Werbung sinnvoll wird

Soziale Medien und Werbung bei Suchmaschinen kommen erst ganz am Schluss, wenn Bestellweg, Bestand und Alltag die ersten echten Bestellungen ohne Probleme geschafft haben. Ein paar Wochen ruhiger Betrieb mit Stammkunden sind dafür der beste Test.

Werbung, die Kunden auf einen Shop mit Fehlern schickt, verbrennt Ihr Geld und schadet Ihrem guten Ruf. Wenn Ihnen die Zeit dafür fehlt, übernimmt Linkysoft das digitale Marketing auch für kleine Läden.

Was Ladeninhaber häufig fragen

Diese Fragen tauchen bei der Planung oft auf, und die Antworten verweisen auf die ausführlichen Abschnitte weiter oben.

Ob der Onlineteil einen eigenen Businessplan braucht, klärt schon der erste Abschnitt: Eine Ergänzung auf einer Seite reicht.

Brauche ich eine App, oder reicht eine mobilfreundliche Website?

Für einen kleinen Laden reicht zum Start eine Website, die auf dem Smartphone gut aussieht und sich leicht bedienen lässt. Eine eigene App lohnt sich erst, wenn viele Stammkunden immer wieder online bestellen und sich die App dafür wirklich installieren. Bis dahin stecken Sie das Geld lieber in gute Fotos und einen fehlerfreien Bestellweg.

Können Kunden eine Onlinebestellung im Laden zurückgeben?

Ja, wenn Ihre Regeln das vorsehen und Ihr System den Artikel wieder in den gemeinsamen Bestand bucht. Klären Sie das schon bei der Planung und legen Sie fest, wer die Ware annimmt und wie das Geld zurückfließt. Sonst liegt der Artikel wieder im Regal, fehlt aber im Shop, und Sie verpassen online einen möglichen Verkauf.

Soll ich den Shop selbst bauen oder jemanden beauftragen?

Selberbauen passt zu einem kleinen Sortiment und zu Inhabern, die Zeit und etwas Freude an Technik mitbringen. Holen Sie einen Profi, wenn Sie die Kasse anschließen müssen oder besondere Abläufe brauchen, denn genau da scheitern Baukästen im Eigenbau am häufigsten. Ein Mittelweg ist, den Shop selbst zu füllen und nur die Kassenanbindung einrichten zu lassen.

Brauche ich ein angemeldetes Gewerbe, bevor ich online verkaufe?

Das hängt davon ab, wie Ihr Gewerbe heute angemeldet ist. Manchmal reicht die bestehende Anmeldung, manchmal müssen Sie den Onlinehandel ergänzen lassen. Fragen Sie beim Gewerbeamt oder Ihrer Kammer nach, denn die Regeln unterscheiden sich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Prüfen Sie dabei auch die Regeln für Versand und Kundendaten, die für Onlinekäufe gelten.

Schreiben Sie diese Woche Ihren einseitigen Onlineplan

Nehmen Sie sich eine Stunde und ein leeres Blatt, und schreiben Sie Ihre Entscheidungen in der Reihenfolge dieses Leitfadens auf.

Machen Sie danach Fotos und Texte, bevor Sie einen Anbieter anrufen. Dann dauert die Technik Tage statt Monate, und Sie sprechen über Ihren Laden statt über Standardpakete.

Die sechs Zeilen auf Ihrem Blatt

  1. Bestand: Haben alle Produkte eine eindeutige Artikelnummer, und wie teilen Kasse und Shop den Bestand?
  2. Produkte: Welche 10 bis 50 Artikel gehen zuerst online?
  3. Übergabe: Click & Collect, Lieferung vor Ort oder schon Versand?
  4. Regeln: Rückgabefrist, Rückgabe an der Theke, Umgang mit Kundendaten.
  5. Personal: Wer prüft wann die Bestellungen, und wer vertritt?
  6. Plattform: Welche Fragen stellen Sie jedem Anbieter, allen voran die nach der Kassenanbindung?

Was Sie zum ersten Anbietergespräch mitbringen

Bringen Sie Ihre Produktliste mit Artikelnummern mit, dazu Marke und Modell Ihrer Kasse, Ihre Regeln für Rückgabe und Daten sowie Ihre Wunschwoche für den Start. Fragen Sie jede Firma als Erstes, wie das System den Bestand mit Ihrer Kasse teilt. Eine Liste allgemeiner Fragen, die Sie vor dem Kauf einer Software stellen sollten, finden Sie in unserem eigenen Beitrag.

Wenn Sie ein Angebot für Ihren Markt möchten, schreiben Sie uns. Wir schauen uns Ihr Blatt an und sagen Ihnen offen, ob Storek passt oder ob eine eigene Lösung der bessere Weg ist.

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