Telemedizin

Telemedizin bedeutet, dass Sie Ihre Patienten per Video oder Chat behandeln, während Ihre Praxissoftware Termin, Notizen, Rezept und Abrechnung genauso speichert wie bei einem echten Praxisbesuch.

Auch bekannt als

Definition

Telemedizin bedeutet, dass Ihre Patienten nicht mehr ins Wartezimmer kommen, sondern einfach per Video oder Chat mit Ihnen sprechen. Das Gespräch selbst ist dabei ganz leicht. Wichtig ist alles andere, was eine gute Praxissoftware für Sie übernimmt. Jemand muss den Termin buchen, das Geld abrechnen, die Notiz in der Akte speichern und das Rezept verschicken. Wer dafür nur eine einfache Chat-App nutzt, führt zwar ein Gespräch, hat aber danach keine verlässliche Akte.

Was echte Telemedizin bedeutet

Bei der Telemedizin sehen Sie den Patienten auf dem Bildschirm oder schreiben mit ihm. Dieser Kontakt ist ein echter Arztbesuch. Es gibt einen festen Termin, eine Notiz in der Akte und eine Nachsorge, genau wie in der Praxis. Das ist etwas ganz anderes als ein kurzes Telefonat, bei dem das Personal nur eine Frage klärt und nichts aufschreibt.

Daraus folgt eine klare Regel für Ihre Arbeit. Ein Online-Besuch gehört in genau dieselbe Akte, den gleichen Kalender und die gleiche Abrechnung wie ein normaler Besuch. Wenn Sie dafür ein getrenntes Programm nutzen, fehlt Ihnen später der Verlauf. Bei einem Streit können Sie dann nicht beweisen, was Sie besprochen oder verschrieben haben.

So läuft ein Online-Termin ab

Für den Patienten beginnt alles mit der Online-Terminbuchung. Er wählt eine freie Zeit für das Video, prüft seine Daten und bekommt einen Link per E-Mail oder SMS. Zur passenden Zeit öffnet er den Link auf dem Handy oder Computer. Er braucht dafür meist keine eigene App. Er wartet einfach in einem virtuellen Wartezimmer, bis Sie das Gespräch starten.

Für Sie in der Praxis sieht der Ablauf so aus:

  • Sie öffnen den Termin in Ihrem normalen Kalender. Direkt daneben sehen Sie die Akte mit alten Befunden, Medikamenten und Notizen.
  • Während des Gesprächs oder direkt danach tippen Sie Ihre Notiz in genau dieselbe Akte, die Sie auch sonst nutzen.
  • Braucht der Patient ein Medikament, stellen Sie ein E-Rezept aus. Das kann er direkt in der Apotheke abholen.
  • Das Geld wird je nach Praxis vorher online bezahlt, per Rechnung gefordert oder mit der Kasse abgerechnet.

In einem System wie Docmz, der Software für Praxen und Kliniken von Linkysoft, greift alles ineinander. Kalender, Akte, Rezept und Rechnung sind hier in einem einzigen Programm vereint. Das ist der große Vorteil gegenüber einer Lösung, bei der Ihr Team nach jedem Videoanruf alles von Hand abtippen muss und dabei leicht Fehler macht.

Welche Fehler Praxen oft machen

Der häufigste Fehler ist auch der einfachste. Man nutzt ein Chatprogramm oder ein Videoprogramm, das alle schon kennen. Das Gespräch klappt zwar, aber die Akte bleibt leer. Sensible Daten landen vielleicht auf Servern weit außerhalb von Europa, und später fehlt jede Spur des Gesprächs. In Deutschland ist für eine Videosprechstunde mit Kassenpatienten zudem ein geprüfter Videodienst Pflicht. Ein normales Chatprogramm ist hier nicht erlaubt.

Der zweite Fehler betrifft die Medizin. Nicht jede Krankheit passt auf einen Bildschirm. Wenn Sie Brustschmerzen oder unklare Bauchschmerzen per Video behandeln, gehen Sie ein großes Risiko ein. Legen Sie deshalb vorher genau fest, welche Termine man online buchen darf. Sorgen Sie außerdem dafür, dass Sie jeden Termin sofort in einen echten Besuch in der Praxis ändern können.

Der dritte Fehler dreht sich um die echten Daten der Person. Wer im Videoanruf sitzt, muss genau der Mensch sein, der den Termin gebucht hat. Auch das Ja zur Behandlung per Video muss in der Akte stehen. Eine Anmeldung über ein sicheres Patientenportal mit einem Code aufs Handy ist hier viel besser als ein offener Link, den jeder einfach weiterschicken kann.

Bevor Sie ein System kaufen, stellen Sie dem Anbieter diese Fragen:

  • Nimmt das System Gespräche auf, und wenn ja, wo und wie lange speichert es diese Daten?
  • In welchem Land stehen die Server, und ist die Leitung sicher verschlüsselt?
  • Speichert das System Notizen, Rezepte und Rechnungen ganz von allein in der Akte, oder muss Ihr Team alles abtippen?
  • Gibt es einen klaren Vertrag zum Schutz der Daten nach der DSGVO oder dem Schweizer Gesetz?

Wann sich Telemedizin für Sie lohnt

Telemedizin hilft am meisten, wenn Sie den Patienten nicht untersuchen müssen. Das gilt für kurze Kontrollen, Gespräche über Blutwerte, neue Rezepte für bekannte Medikamente und für Menschen, die weit weg wohnen oder schlecht laufen können. Für Landärzte oder Fachärzte mit einem großen Einzugsgebiet spart das allen Seiten viel Zeit. So füllt es auch kurzfristige Lücken in Ihrem Kalender schnell auf.

Unser Rat ist ganz klar. Wenn Sie schon eine Praxissoftware haben, fügen Sie die Videosprechstunde direkt dort ein. Kaufen Sie kein extra Werkzeug dafür. Ein neues Programm wirkt oft erst einmal leicht, aber jede Schnittstelle und jedes doppelte Anmelden kostet Ihr Team jeden Tag wertvolle Zeit. Linkysoft baut Telemedizin deshalb fest in Docmz ein. So bleiben Buchung, Gespräch, Akte, Rezept und Zahlung immer ein flüssiger Vorgang.

Fragen zu Telemedizin

Was kostet es, Telemedizin in einer Praxis einzuführen?
Das liegt meist daran, ob Ihre Praxissoftware schon eine Videosprechstunde hat oder ob Sie ein neues Programm brauchen. Auch die Zahl der Ärzte, die Art der Zahlung, das E-Rezept und der Ort der Server spielen eine Rolle. Fragen Sie Ihren Anbieter ganz genau, ob das Video, die SMS, der Speicher, die Hilfe beim Start und das Training schon im Paket sind oder extra kosten.
Was brauchen Arzt und Patient für eine Videosprechstunde?
Sie und Ihr Patient brauchen ein Gerät mit Kamera, Mikrofon und gutem Internet. Ein Handy, ein Tablet oder ein Computer reichen völlig aus. Der Patient klickt einfach auf einen Link und braucht fast nie eine eigene App. Sie selbst brauchen nur einen leisen Raum und die Akte des Patienten in Ihrem Programm.
Welche Termine sollten nicht per Telemedizin stattfinden?
Alles, was Sie mit den Händen prüfen, messen oder operieren müssen, gehört in die Praxis. Das gilt für schlimme Dinge wie Brustschmerzen, Atemnot oder starke Bauchschmerzen. Auch wenn Sie einen Patienten zum ersten Mal sehen und ihn abhören müssen, ist Video der falsche Weg. Im Zweifel müssen Sie den Termin am Bildschirm sofort in einen Besuch vor Ort ändern können.
Wie werden die Notizen und Rezepte nach einer Online-Sprechstunde gespeichert?
In einem guten Programm tippen Sie Ihre Notiz sofort in die normale Akte, die Sie auch in der Praxis nutzen. Auch das E-Rezept machen Sie direkt dort und speichern es ab. So sieht jeder Kollege später den ganzen Verlauf auf einen Blick. Dabei ist es völlig egal, ob der Besuch per Video oder echt vor Ort stattfand.
Ist ein Telemedizin-Gespräch vertraulich und sicher für Patientendaten?
Sicher ist es nur, wenn die Leitung gut verschlüsselt ist und die Daten in einem streng geprüften Rechenzentrum liegen. Der Anbieter muss Ihnen auch einen klaren Vertrag nach der DSGVO oder dem Schweizer Datenschutzgesetz geben. Normale Chat-Apps schaffen das meistens nicht. Fragen Sie auch, ob das System Ihre Gespräche aufnimmt und wer diese Aufnahmen dann sehen darf.
Was ist der Unterschied zwischen Telemedizin und einem Patientenportal?
Ein Patientenportal ist ein sicherer Raum, in dem Patienten ihre Termine buchen, Briefe lesen oder Ihnen schreiben. Telemedizin ist die echte Behandlung, also Ihr Gespräch mit dem Patienten per Video oder Chat. In vielen Praxen greift beides ineinander. Der Patient loggt sich im Portal ein und startet genau von dort aus die Videosprechstunde.

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