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Mietverwaltung ohne Excel: Wann die Tabelle anfängt, Geld zu kosten

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Mietverwaltung ohne Excel: Wann die Tabelle anfängt, Geld zu kosten

Die meisten Texte über Mietverwaltung empfehlen Ihnen schon im ersten Absatz eine Software. Das machen wir hier ausdrücklich nicht, denn für einen kleinen Bestand ist die Tabelle das richtige Werkzeug und keine Notlösung. Was Sie stattdessen bekommen, sind die konkreten Bruchstellen, also Einheitenzahlen, Bearbeiter, Stunden und verpasste Termine, dazu die Rechenwege, mit denen Sie Ihre eigene Lage bewerten können, und eine klare Ansage, wann es die betriebswirtschaftlich richtige Entscheidung ist, einfach bei der Tabelle zu bleiben.

Ihre Tabelle ist noch nicht das Problem

Solange Sie ungefähr 15 bis 20 Einheiten verwalten, genau eine Person die Datei pflegt und sich an den Mietverträgen selten etwas ändert, ist die Tabelle kein Notbehelf, sondern schlicht das passende Werkzeug. Wir sagen das Interessenten so oft, dass uns dadurch Aufträge durch die Lappen gehen, und wir sagen es trotzdem weiter, weil eine Software, die ein Problem löst, das Sie noch gar nicht haben, am Ende nur eine weitere monatliche Rechnung ist.

Der Grund für diese Stärke ist ziemlich banal. Die Tabelle kostet Sie nichts extra, weil sie ohnehin auf dem Rechner liegt, jeder im Büro kann sie bedienen, ohne dafür geschult zu werden, und eine neue Spalte für eine Sondervereinbarung ist in zehn Sekunden angelegt. In einem System dagegen zieht dieselbe Änderung eine Anfrage, einen Termin und irgendwann eine Rechnung nach sich, weshalb ein kleiner Bestand in der Tabelle tatsächlich schneller arbeitet.

Damit wir vom Gleichen sprechen, hier die beiden Begriffe, auf denen der ganze Text aufbaut. Eine Einheit ist ein einzelnes vermietbares Ding, also eine Wohnung, ein Ladenlokal, ein Schreibtisch im Coworking oder ein Lagerabteil in einer Halle. Ein Bestand ist einfach die Summe aller Einheiten, um die sich eine Person oder ein Unternehmen kümmert, ganz unabhängig davon, wem sie gehören.

Was jetzt kommt, sind die Warnzeichen, die Zahlen aus der Praxis und die Rechnungen dazu, damit Sie am Ende ein Datum nennen können, ab dem sich Ihre Tabelle nicht mehr trägt, statt es zu ahnen. Wir bei Linkysoft bauen solche Systeme, und genau deshalb liegt uns daran, dass Sie diesen Zeitpunkt selbst ausrechnen können und ihn nicht von jemandem gesagt bekommen, der etwas verkaufen will.

Die vier Aufgaben, die ein Vermietungsbetrieb jeden Monat erledigt

Bevor man über Werkzeuge redet, lohnt sich ein Blick auf die Arbeit selbst. Ob Sie vier Wohnungen oder vierhundert verwalten, es sind immer dieselben vier Aufgaben, und sie kommen jeden Monat zuverlässig wieder.

  • Miete einziehen und zuordnen. Jede Zahlung muss zum richtigen Vertrag und zur richtigen Einheit gehören, samt der Teilzahlung von jemandem, der nur die Hälfte überweist, und dem Mieter, der zwei Monate auf einmal schickt und dessen Betrag anschließend auf zwei Fälligkeiten aufgeteilt werden will.
  • Säumigen hinterhergehen, und zwar nach Plan. Dazu gehört ein Protokoll darüber, wer wann was gesagt hat, denn im Streitfall ist genau dieses Protokoll das, was Sie schützt, und nicht Ihre Erinnerung an das Telefonat im März.
  • Reparaturen annehmen, erledigen lassen und mit Kosten versehen. Erst wenn an jedem Auftrag ein echter Betrag hängt, wissen Sie, was eine Einheit tatsächlich einbringt, und nicht nur, was auf dem Mietvertrag steht.
  • Termine bewachen. Vertragsverlängerungen, Kündigungsfristen, vereinbarte Mieterhöhungen, ablaufende Versicherungen und Nachweise, die Rückzahlung der Kaution.

Und hier liegt der Kern des ganzen Textes: Eine Tabelle speichert das Ergebnis dieser vier Aufgaben, aber sie erledigt keine einzige davon. Jede läuft weiterhin darüber, dass ein Mensch rechtzeitig daran denkt. Bei zwölf Einheiten ist das völlig in Ordnung, bei sechzig wird es gefährlich, weil sich niemand sechzig Fälligkeiten, sechzig Verlängerungen und sechzig laufende Reparaturen nebenbei merken kann.

Die Anzeichen, dass Ihre Tabelle längst gerissen ist

Eine Tabelle geht nicht mit einem Knall kaputt, sie franst aus, und zwar an fünf ziemlich verlässlichen Stellen.

  • Der Dateiname. Sobald die Datei miete_final_v3_korrigiert.xlsx heißt und zwei verschiedene Fassungen davon in derselben Chatgruppe liegen, gibt es keinen gültigen Stand mehr, sondern nur noch Meinungen darüber, welche Datei die richtige ist.
  • Die einfachste Frage dauert zu lang. Wer schuldet mir gerade wie viel? Wenn Sie das nicht in unter einer Minute beantworten können, ohne drei Reiter zu öffnen und im Kopf zu addieren, führen Sie keine Übersicht mehr, sondern ein Archiv.
  • Der Monatsabschluss frisst einen ganzen Arbeitstag, und dieser Tag geht dafür drauf, Bankzeilen mit Namen abzugleichen, statt irgendetwas zu entscheiden.
  • Ein Mieter bestreitet eine Zahlung oder die Kaution, und Sie haben nichts entgegenzusetzen, was datiert und nachträglich unveränderbar wäre, also einigen Sie sich, um Ruhe zu haben. Das ist der teuerste Frieden im ganzen Geschäft.
  • Ein Termin lebt nur in einem Kopf. Eine Verlängerung, eine Staffelmiete, also eine Miete, deren Erhöhungen schon im Vertrag mit festen Terminen vereinbart sind, oder ein ablaufender Nachweis. Sobald diese Person im Urlaub ist, kann der Betrieb den Termin schlicht nicht sehen.

Wenn Sie drei oder mehr davon wiedererkennen, dann steht Ihre Datei nicht kurz davor zu reißen, sie ist bereits gerissen. Sie haben nur noch keine Rechnung dafür bekommen, und genau darum geht es im nächsten Abschnitt.

Was die gerissene Tabelle Sie still und leise kostet

Nehmen wir einen Bestand von 60 Einheiten, weil das die Größe ist, bei der uns die meisten Leute schreiben. Dort sehen wir in der Praxis 25 bis 35 Stunden reine Verwaltungsarbeit im Monat, und die verteilen sich ziemlich regelmäßig so: rund 9 Stunden dafür, die Mieten den Bankbuchungen zuzuordnen, 7 Stunden fürs Hinterhertelefonieren, 6 Stunden für die Koordination von Reparaturen, 5 Stunden für Eigentümer- und Steuerauswertungen und noch einmal 3 Stunden allein dafür, die Datei selbst zu reparieren. Das sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten und keine veröffentlichte Statistik, also nehmen Sie sie als Größenordnung und nicht als Messwert.

Wohin die 30 Verwaltungsstunden im Monat gehen
Typische Aufteilung von rund 30 Verwaltungsstunden im Monat bei einem Bestand von 60 Einheiten. Die Werte stammen aus unserer Projekterfahrung und sind nicht bei einem einzelnen Kunden gemessen.

Jetzt die Umrechnung in Geld, bewusst zurückhaltend. Setzen Sie eine Stunde Mitarbeiterzeit mit 12 Euro an, was für jemanden, dem Sie die Mietliste anvertrauen, eher niedrig gegriffen ist: 30 Stunden im Monat sind dann etwa 360 Euro, also rund 4.300 Euro im Jahr. Diese Zahl steht in fast keinem Budget, weil die Stunden in einer ganz normalen Arbeitswoche verschwinden, statt als Rechnung anzukommen. Rechnen Sie das mit Ihrem eigenen Stundensatz und Ihrer eigenen Stundenzahl nach, bevor Sie unserer Zahl glauben, denn dann gehört die Rechnung Ihnen.

Dazu kommen die Posten, die nie als Stunden auftauchen. Eine um eine Woche verpasste Vertragsverlängerung wird schnell zu einem leeren Monat: Bei einer Einheit mit 500 Euro Miete sind das 500 Euro entgangene Einnahmen plus üblicherweise 150 bis 400 Euro für Reinigung, Inserat und Neuvermietung, sodass ein einziger vergessener Termin oft mehr kostet als ein ganzes Jahr Software für diese Einheit. Noch leiser sind vereinbarte Mieterhöhungen, denn eine Anpassung von 3 bis 5 Prozent auf eine Monatsmiete von 30.000 Euro im Bestand ist 900 bis 1.500 Euro monatlich wert, und in tabellengeführten Beständen finden wir regelmäßig 5 bis 15 Prozent der Verträge, deren Erhöhungstermin einfach vorbeigegangen ist. Und dann sind da noch die Mahngebühren, die vertraglich vereinbart waren und nie berechnet wurden.

Ein letzter, unangenehmer Posten: Nach einem Jahr Handarbeit trägt eine funktionierende Tabelle üblicherweise Fehler in 1 bis 2 Prozent ihrer Zeilen, also eine doppelt erfasste Zahlung, eine Kaution ohne Datum, ein Vertragsende mit der Jahreszahl des Vorjahres. Bei 200 Zahlungszeilen im Monat sind das 2 bis 4 falsche Zeilen, und gefunden werden sie in aller Regel vom Mieter und nicht von Ihnen. Nichts davon ist für sich genommen dramatisch, und genau das ist das Problem, denn dünn über ein Jahr verteilt fällt dieses Geld niemandem auf.

Die Bruchstellen: Einheiten, Personen, Eigentümer und krumme Verträge

Es gibt nicht die eine Zahl, ab der eine Tabelle nicht mehr reicht, sondern vier Achsen. Auf welcher Sie kippen, entscheidet auch darüber, was Sie stattdessen brauchen.

  • Die Zahl der Einheiten. Unter 20 ist es bequem. Zwischen 20 und 50 funktioniert es vor allem deshalb, weil sich jemand die Dinge merkt. Ab etwa 50 wird es unzuverlässig, und zwar auf eine Art, die Sie einem Eigentümer oder einem Prüfer nicht mehr erklären können.
  • Die Zahl der Bearbeiter. Das ist die eigentliche Bruchstelle, nicht die Einheitenzahl. Sobald zwei Personen dieselbe Datei bearbeiten, sehen wir innerhalb von 4 bis 6 Wochen Versionskonflikte, und sie zeigen sich fast immer auf dieselbe Weise: zwei unterschiedliche Rückstandsbeträge für denselben Mieter, je nachdem, wen man fragt.
  • Wem das Geld gehört. In dem Moment, in dem Sie jemand anderem Rechenschaft schulden, einem Eigentümer, einem Partner, einem Familienmitglied, brauchen Sie einen Änderungsnachweis, also eine Aufzeichnung darüber, wer wann was geändert hat, und zwar so, dass sie hinterher niemand still korrigieren kann.
  • Die Komplexität der Verträge. Wohnen und Gewerbe gemischt, Staffelmieten, mehr als eine Währung, Untervermietung, Nebenkosten, die getrennt abgerechnet werden.

Wichtig ist dabei: Ein hoher Wert auf einer einzigen Achse genügt völlig. Wer 14 Einheiten hat, aber mit drei Miteigentümern abrechnen muss, braucht eher ein System als jemand mit 45 Einheiten, die ihm allein gehören und die er allein verwaltet.

Was an die Stelle der Tabelle tritt, ohne Fachchinesisch

In einem Satz: Ein Mietverwaltungssystem ist ein gemeinsamer Datenbestand über Einheiten, Mieter, Verträge, Geld und Aufträge, den alle Beteiligten gleichzeitig sehen, auf dem Telefon genauso wie am Rechner.

Die Bestandteile in schlichten Worten: ein Verzeichnis der Einheiten und Verträge mit allen Datumsangaben; ein Mietenplan, der jeden Monat die fällige Forderung von selbst erzeugt; eine Quittung zu jeder eingegangenen Zahlung; ein einziger Rückstandsbildschirm, auf dem steht, wer wie viel und seit wann schuldet; Instandhaltungsaufträge mit Status und Kosten; eine Ablage für Verträge und Ausweisdokumente; und Eigentümerabrechnungen, die sich aus denselben Zahlen ergeben statt aus einer zweiten Tabelle.

Drei Wörter begegnen Ihnen dabei ständig, deshalb hier die einfachen Erklärungen. Ein Portal ist eine geschützte Seite, auf der sich ein Mieter anmeldet und ausschließlich sein eigenes Konto sieht. Automatisierung ist eine Regel, die das System befolgt, damit niemand mehr daran denken muss. Eine Erinnerungskette ist eine feste Abfolge von Nachrichten rund um den Fälligkeitstag, typischerweise 3 Tage vorher, am Fälligkeitstag selbst sowie 3 und 7 Tage danach.

Diese Kette ist die Stelle, an der die Sache messbar wird. Von Hand hinterhergehen holt eine verspätete Miete in aller Regel in 12 bis 20 Tagen herein, während eine feste Erinnerungskette das üblicherweise auf 5 bis 9 Tage drückt. Bei einer Monatsmiete von 30.000 Euro im Bestand und etwa 12 Prozent verspäteter Zahlungen sind das rund 3.600 Euro, die 8 Tage früher eingehen, also grob 960 Euro, die jeden Monat früher auf Ihrem Konto liegen. Das ist kein Mehrertrag, sondern Ihr eigenes Geld, nur pünktlicher.

Solche Systeme laufen heute fast immer einfach im Browser, weshalb sie in den Bereich Entwicklung von Webanwendungen fallen, und derselbe Datenbestand kann später eine mobile Anwendung versorgen, falls Mieter oder Handwerker das wirklich brauchen. Beides ist kein Muss, und wir drängen niemanden dazu.

Was ein System nicht kann, sagen wir genauso deutlich: Es bringt einen schlechten Mieter nicht dazu zu zahlen, und es nimmt Ihnen die Entscheidung nicht ab, welche Reparatur sich lohnt und welche nicht. Es sorgt nur dafür, dass Sie beides früher und mit Zahlen in der Hand sehen.

Fünf Dinge ab Tag eins, und sechs, die warten dürfen

Der häufigste Fehler bei der Auswahl ist nicht, zu wenig zu kaufen, sondern zu viel. Diese fünf Dinge muss ein System vom ersten Tag an können:

  1. Das Verzeichnis der Einheiten und Verträge mit echten Datumsfeldern, nicht mit Notizen im Freitext.
  2. Den Mietenplan, der die monatliche Forderung erzeugt, mit einer Quittung zu jeder eingegangenen Zahlung.
  3. Einen einzigen Rückstandsbildschirm, der für alle Beteiligten dieselbe Zahl zeigt.
  4. Instandhaltungsanfragen mit Status und hinterlegten Kosten.
  5. Eine Dokumentenablage, in der der Vertrag genau dort liegt, wo auch die Einheit steht.

Und diese sechs dürfen ohne jeden Schaden warten: Kartenzahlung im Netz, die Anbindung an die Buchhaltungssoftware, eine eigene App für Mieter, Selbstbedienungszugänge für Eigentümer, elektronische Unterschriften und jede Form von automatischer Auswertung oder Prognose.

Der Grund dafür ist einfach: Ein System, das fünf Dinge gut kann, wird täglich benutzt, während ein System, das zwanzig Dinge halb kann, im dritten Monat verwaist ist, weil alle längst wieder in der Tabelle arbeiten. Deshalb hilft bei jedem Wunsch nach einer weiteren Funktion dieselbe Prüffrage: Berührt sie Miete, Rückstände, Termine oder Reparaturen? Wenn nicht, gehört sie in Phase zwei. Wer wissen möchte, wie viel Struktur ein Auftragswesen wirklich braucht, findet bei uns weitere Texte rund um Instandhaltung und die Frage, wann ein Formular besser ist als ein Anruf.

Fertige Software oder Eigenentwicklung: der ehrliche Vergleich

Für die meisten Leser ist fertige Software die richtige Antwort, und das sagen wir ohne Umschweife. Wenn Sie normale Wohnraummietverträge haben, eine Währung, ein Land, weniger als etwa 200 Einheiten und keine ungewöhnlichen Eigentümeraufteilungen, dann gibt es keinen vernünftigen Grund, etwas bauen zu lassen.

Eine Eigenentwicklung verdient ihr Geld in überschaubaren, aber sehr realen Fällen: bei örtlichen Zahlungsgewohnheiten wie Barkasse, Überweisungsbelegen oder vordatierten Schecks; bei arabischen und anderen Oberflächen von rechts nach links, die richtig gebaut und nicht nur gespiegelt sind; bei Gewinnaufteilungen und Provisionsregeln zwischen mehreren Eigentümern; bei gemischten Gewerbeverträgen mit Umsatzmiete, bei der ein Teil der Miete vom Umsatz des Mieters abhängt, oder mit den eben erwähnten Staffeln; oder wenn das Ganze an ein System andocken muss, das im Haus bereits läuft.

Die Zahlen dazu sind erfreulich klar. Fertige Mietsoftware kostet üblicherweise 1 bis 3 Euro pro Einheit und Monat, mit einer Untergrenze von etwa 20 bis 50 Euro monatlich, sodass 60 Einheiten bei rund 60 bis 180 Euro im Monat landen, also 700 bis 2.200 Euro im Jahr. Eine Eigenentwicklung bedeutet dagegen eher 6 bis 12 Wochen Arbeit, danach 20 bis 60 Euro Betrieb im Monat und jährlich 10 bis 20 Prozent der Bausumme für Änderungen und Betreuung. Der Umschlagpunkt liegt in der Praxis selten unter 150 bis 200 Einheiten, es sei denn, eine der oben genannten Besonderheiten zwingt Sie früher dazu.

Zwei Fallen sehen wir immer wieder. Erstens zahlen viele den Preis pro Einheit auch für leerstehende Einheiten, was ausgerechnet dann wehtut, wenn ohnehin kein Geld hereinkommt, also klären Sie das vor der Unterschrift. Zweitens kauft man eine große Plattform wegen einer einzigen Funktion, die man zweimal im Jahr benutzt, und bezahlt dafür jeden Monat. Wer sehen möchte, wie eine gebaute Lösung in der Praxis aussieht, findet Beispiele in unseren Fallstudien. Bei Linkysoft sagen wir Anfragen regelmäßig ab, wenn ein Abo für 90 Euro im Monat dasselbe leistet, weil ein Projekt, das sich nicht rechnet, für beide Seiten ein schlechtes Geschäft ist.

Was es kostet, wie lange es dauert und ab wann es sich rechnet

Zur Dauer: Eine erste nutzbare Fassung für einen Bestand mit einem einzigen Eigentümer ist typischerweise nach 6 bis 10 Wochen im Einsatz. Kommen mehrere Eigentümer, Abrechnungen und Online-Zahlungen dazu, sind es eher 3 bis 5 Monate. Die Aufteilung sieht dabei so aus: etwa 1 Woche, um die Tabelle zu bereinigen und einzufrieren, 2 Wochen für Einheiten, Verträge und Eigentümer, 1 Woche für die Salden und offenen Posten, also für den heutigen Kontostand jedes Vertrags und die noch nicht bezahlten Forderungen, dann ein voller Mietzyklus von rund 4 Wochen im Parallelbetrieb und zum Schluss 1 Woche, um die Tabelle stillzulegen.

Von der Tabelle zum System in 6 bis 10 Wochen
Die 6 bis 10 Wochen bis zur ersten nutzbaren Fassung. Der parallele Mietzyklus ist mit Abstand der längste Schritt, und das ist Absicht, weil erst ein vollständiger Monat beweist, dass die Zahlen im System stimmen.

Zu den Kosten auf beiden Seiten: Beim Abo rechnen Sie mit dem Preis pro Einheit und Monat, aber prüfen Sie vor allem die Untergrenze, weil kleine Bestände fast immer diese Untergrenze zahlen und nicht den Einheitenpreis. Bei der Eigenentwicklung kommen zur Bausumme der Betrieb im Monat und die jährlichen 10 bis 20 Prozent für Änderungen und Betreuung, und genau dieser letzte Posten fehlt in fast jedem Budget, das uns Kunden zeigen.

Die Amortisation können Sie in vier Schritten selbst nachrechnen:

  1. Nehmen Sie an, das System nimmt Ihnen 15 der 30 monatlichen Verwaltungsstunden ab, was realistisch und nicht optimistisch ist.
  2. 15 Stunden zu 12 Euro sind 180 Euro im Monat an zurückgewonnener Zeit.
  3. Ein Abo für 120 Euro im Monat hat sich damit schon im ersten Monat bezahlt, weshalb die Abo-Entscheidung meistens gar keine schwere Entscheidung ist.
  4. Eine Eigenentwicklung für 8.000 Euro braucht allein über die gesparte Zeit rund 3 bis 4 Jahre, und erst wenn Sie einen einzigen vermiedenen Leerstandsmonat und die wiedergefundenen Mieterhöhungen dazurechnen, sind Sie eher bei zwei Jahren.

Das sagen wir bewusst so nüchtern, weil eine Eigenentwicklung mit einer Amortisation von vier Jahren für die meisten Vermieter schlicht die falsche Wahl ist.

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, an die kaum jemand denkt: Sie behalten die Tabelle und kaufen sich die Stunden zurück, indem eine Bürokraft oder eine Buchhalterin auf Stundenbasis den Zahlungsabgleich und das Mahnwesen übernimmt. Rechnen Sie mit 10 bis 15 Stunden im Monat, dann sind das bei den oben angesetzten 12 Euro 120 bis 180 Euro monatlich, und damit teurer als ein Abo, das bei unter 30 Einheiten zwischen 30 und 90 Euro im Monat liegt, aber ohne die 8.000 Euro, die eine Eigenentwicklung vorab kostet. Der Weg lohnt sich also genau dann, wenn Ihr Problem reine Arbeitsmenge ist: eine Bearbeiterin, niemand, dem Sie Rechenschaft schulden, und keine verpassten Termine. Was diese Lösung allerdings nicht bringt, ist der Änderungsnachweis und die Terminüberwachung, denn eine zweite Person an derselben Datei kann Ihnen Arbeit abnehmen, aber keine Ordnung schaffen.

Ein Jahr Historie umziehen und die Leute dazu bringen, es zu benutzen

Bevor irgendjemand irgendetwas baut oder einrichtet, wird die Tabelle sauber gemacht. Sechs Spalten müssen dabei zwingend stimmen: Kennung der Einheit, Name des Mieters, Vertragsbeginn, Vertragsende, Miethöhe und aktueller Saldo. Alles andere ist angenehm, aber diese sechs entscheiden darüber, ob der Umzug an einem Nachmittag erledigt ist oder sich über Wochen zieht.

Rechnen Sie damit, dass 5 bis 10 Prozent der Zeilen eine menschliche Entscheidung brauchen, also der Mieter, der unter zwei Schreibweisen geführt wird, die Einheit, die zweimal nummeriert ist, oder die Kaution ohne Datum. Als Faustregel planen Sie dafür ungefähr einen Nachmittag pro 100 Einheiten ein, und zwar den Nachmittag der Person, die die Verträge wirklich kennt, weil sonst geraten wird.

Setzen Sie einen Stichtag und übernehmen Sie Eröffnungssalden, also nur den Stand, mit dem jeder Vertrag am Stichtag in das neue System startet, statt jeder einzelnen historischen Zahlung, denn niemand braucht drei Jahre Zahlungshistorie im neuen System, wohl aber den korrekten Saldo von heute. Die alte Datei bleibt als schreibgeschütztes Archiv liegen, damit sich nichts verloren anfühlt und im Zweifel jemand nachschauen kann.

Danach laufen alt und neu genau einen Mietzyklus parallel, und dann ist Schluss. Drei Monate Parallelbetrieb sind der häufigste Weg, auf dem solche Vorhaben still scheitern, weil doppelte Arbeit niemand lange durchhält und am Ende die Tabelle gewinnt, einfach weil sie vertrauter ist.

Bei den Mitarbeitern brauchen Sie ungefähr 2 bis 4 Stunden Schulung sowie einen Mietzyklus lang jemanden, der Fragen beantwortet. Dazu gehören eine namentlich benannte Person, der die Daten gehören, und eine einzige Regel, die alles trägt: Was nicht im System steht, ist nicht passiert.

Bei den Mietern seien Sie geduldig. Die Nutzung des Portals erreicht in den ersten drei Monaten erfahrungsgemäß 40 bis 60 Prozent und bis zum Ende des ersten Jahres 70 bis 85 Prozent, allerdings nur, wenn jede Erinnerungsnachricht den Link mitschickt. Behalten Sie den gewohnten Kanal als Eingangstür, also die Nachricht auf dem Telefon, und leiten Sie von dort weiter, statt den Leuten einen neuen Weg aufzuzwingen. Wenn jemand einen Schaden am Telefon meldet, funktioniert dieser Satz gut: Sehr gern, ich lege den Auftrag sofort an, und ich schicke Ihnen gleich einen Link, über den Sie noch ein Foto hochladen können, dann kommt der Handwerker mit dem richtigen Werkzeug. Weitere praktische Hinweise rund um Miete und Zahlungserinnerungen finden Sie ebenfalls in unserem Magazin.

Wie Sie diesen Monat entscheiden, in fünf Fragen

Fünf Fragen, die Sie heute mit Ja oder Nein beantworten können, ohne irgendetwas nachzuschlagen.

  1. Verwalten Sie mehr als 50 Einheiten?
  2. Bearbeitet eine zweite Person dieselbe Datei?
  3. Rechnen Sie über Geld ab, das jemand anderem gehört?
  4. Kostet Sie die Verwaltung mehr als 20 Stunden im Monat?
  5. Ist Ihnen in den letzten zwölf Monaten ein Termin durchgerutscht?

Wenn Sie fünfmal Nein sagen, dann bleiben Sie bei der Tabelle, und wir meinen das ernst. Drei kleine Verbesserungen kaufen Ihnen dann noch mindestens ein Jahr: eine einzige Datei mit einer einzigen verantwortlichen Person, gesperrte Spalten für alle Formeln, damit niemand versehentlich eine Berechnung überschreibt, und eine datierte Sicherungskopie jeden Monat in einem eigenen Ordner.

Wenn Sie zweimal oder öfter Ja sagen, dann fangen Sie mit den fünf Funktionen für Tag eins an und nicht mit einer großen Plattform. Der erste praktische Schritt kostet Sie eine halbe Stunde: Exportieren Sie die Tabelle und zählen Sie aus, wie viele Zeilen eine menschliche Entscheidung bräuchten. Diese Zahl sagt Ihnen mehr über Ihre Lage als jedes Verkaufsgespräch, und sie ist auch die Zahl, nach der wir als Erstes fragen würden.

Wenn Sie Ihre eigenen Zahlen einmal in Ruhe gegenrechnen möchten, sprechen Sie uns an. Linkysoft rechnet das mit Ihnen durch, und wenn dabei herauskommt, dass ein fertiges Abo oder ein Nachmittag Aufräumen in der Tabelle die bessere Lösung ist, dann sagen wir Ihnen genau das, ganz ohne Verpflichtung.

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