Software für Kliniken und Praxen

Was ein Klinikverwaltungssystem an einem ganz normalen Arbeitstag wirklich leistet

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Was ein Klinikverwaltungssystem an einem ganz normalen Arbeitstag wirklich leistet

Wenn uns ein Praxisinhaber fragt, was ein Klinikverwaltungssystem eigentlich macht, bekommt er fast immer eine Funktionsliste zu sehen, und die hilft ihm kein Stück weiter, weil sie nie sagt, an welcher Stelle seines Tages sich etwas ändert. Deshalb machen wir es hier anders und gehen einen ganz gewöhnlichen Dienstag durch, in einer Praxis mit vier Ärzten und rund vierzig gebuchten Terminen, von zehn vor acht bis zum Feierabend. An jeder Station steht, wie viele Minuten und wie viel Geld das System zurückgibt, und an mehreren Stellen steht auch der Satz, den Verkäufer ungern aussprechen: dass eine kleine Praxis das fertige, günstige Produkt kaufen und auf jede Eigenentwicklung verzichten sollte.

Zuerst: Was ein Klinikverwaltungssystem überhaupt ist

Im Kern ist es ein gemeinsamer Ort, an dem der Terminkalender, die Patientenakte, das Geld und der Materialbestand zusammenliegen, sodass eine einmal eingetippte Angabe überall sonst mitläuft. Mehr steckt in der Grundidee nicht, und genau deshalb trägt sie: Korrigiert die Anmeldung eine Telefonnummer, dann stimmt sie auch in der Terminerinnerung, auf der Rechnung und im Versicherungsantrag, ohne dass jemand sie ein zweites Mal schreibt.

Zwei Begriffe werden Ihnen in jedem Angebot begegnen, und danach dürfen Sie sie wieder vergessen. Die elektronische Patientenakte ist die medizinische Seite: Vorgeschichte, Allergien, Dauermedikation, Diagnosen, Befunde und die Notizen aus dem Sprechzimmer. Die Praxisverwaltung ist die kaufmännische Seite: Kalender, Rechnungen, Kassenabschluss, Versicherungsabrechnung. Die meisten Praxen brauchen beides hinter einem einzigen Login, weil zwei getrennte Programme, die nicht miteinander sprechen, jede Angabe doppelt verlangen und damit genau das Problem erzeugen, das Sie eigentlich loswerden wollten.

Genauso wichtig ist, was so ein System nicht ist, denn hier greifen Käufer regelmäßig daneben. Es ist keine Website, es ist auch nicht WhatsApp plus eine Excel-Tabelle, und es ersetzt keine gute Empfangskraft. Es nimmt das Abschreiben weg, nicht den Menschen. Wer hofft, dadurch eine Stelle an der Anmeldung einzusparen, wird enttäuscht werden; wer erwartet, dass dieselbe Kollegin am Nachmittag Zeit für Patienten statt für Karteikarten hat, bekommt genau das.

Damit das nicht abstrakt bleibt, folgen wir jetzt diesem einen Dienstag: vier Ärzte, rund vierzig Termine, zwei Kolleginnen an der Anmeldung, ein kleines Materiallager und eine Handvoll Versicherer. Das ist die Größe, in der der Nutzen sichtbar wird, denn deutlich darunter trägt manches auf Papier tatsächlich noch.

Vor der Türöffnung: die Liste für heute und das Problem mit den Nichterscheinern

Um 07:50 steht die Tagesliste bereits fertig da, sortiert nach Arzt und nach Raum, und sie trägt kleine Markierungen, die den ganzen Vormittag entlasten: neuer Patient, Versicherung läuft in diesem Monat ab, offener Betrag vom letzten Besuch, erste Kontrolle nach einer Operation. Niemand hat sie abends geschrieben, sie ist das Ergebnis dessen, was ohnehin gebucht wurde.

Die Erinnerungen sind in der Nacht von allein herausgegangen, eine rund 48 Stunden vorher und eine noch einmal etwa drei Stunden vor dem Termin. Die Rechnung dahinter ist unspektakulär, aber sie ist die ehrlichste Zahl im ganzen Artikel: Ohne Erinnerung liegen Nichterscheiner erfahrungsgemäß zwischen 15 und 30 Prozent der gebuchten Termine, mit zwei automatischen Erinnerungen sinken sie auf grob 6 bis 12 Prozent. Bei vierzig Terminen sind das rund vier Patienten am Tag, die jetzt kommen, also fast neunzig im Monat.

Der stille Teil daran ist der wichtigere. Ein leerer Termin ist nicht nur ein Umsatz, der fehlt, sondern auch ein Patient, der danach drei Wochen länger auf einen Platz wartet, während der Slot heute ungenutzt verstrichen ist. Insofern ist die Erinnerung genauso eine medizinische Verbesserung wie eine finanzielle, und das ist der Grund, warum wir sie in jedem Projekt zuerst einschalten.

Dazu gehören allerdings Regeln, sonst kippt der Vormittag trotzdem. Drei davon sollten vor dem ersten Tag feststehen:

  • Pufferplätze: pro Arzt und Halbtag ein bis zwei bewusst freie Slots, damit ein Notfall den Rest nicht nach hinten schiebt.
  • Verspätungsregel: ab wann ist zu spät wirklich zu spät, etwa nach zehn oder fünfzehn Minuten, und was passiert dann.
  • Überbuchung: wer darf sie anlegen, der Arzt oder die Anmeldung, und wie viele pro Tag höchstens.

Ein System ohne Verspätungsregel löst gar nichts, es verschiebt das Durcheinander nur auf elf Uhr.

09:00 an der Anmeldung: Aufnahme, Versicherung und eine ehrliche Wartezeit

Die Kollegin findet den Patienten über die Telefonnummer in Sekunden, und der Vergleich mit dem Papieralltag ist ernüchternd: Eine alte Akte aus dem Regal zu holen dauert 4 bis 12 Minuten, und in einer typischen Papierpraxis werden 2 bis 5 Prozent der Akten überhaupt nie gefunden, was bedeutet, dass der Besuch ohne Vorgeschichte beginnt. Auf dem Bildschirm ist derselbe Datensatz in unter zehn Sekunden offen.

Das Telefon läuft parallel weiter, denn eine Anmeldung in einer Praxis mit drei bis fünf Ärzten nimmt am Tag rund 60 bis 120 Anrufe entgegen. Eine Buchung auf Papier kostet 2 bis 4 Minuten, weil geblättert, gestrichen und zurückgefragt wird, während dieselbe Buchung 40 bis 60 Sekunden braucht, wenn der Patient über die Nummer gefunden und der freie Slot direkt angeklickt wird. Über einen ganzen Tag summiert sich das zu einer guten halben Stunde.

Die Versicherung wird jetzt geprüft, am Schalter, nicht am Monatsende: Policennummer, Gültigkeit, Eigenanteil des Patienten und was der Tarif tatsächlich abdeckt. Dieser eine Schritt ist der Grund, warum die Ablehnungsquote im ersten Durchlauf von üblichen 12 bis 25 Prozent auf etwa 3 bis 7 Prozent fällt, denn die meisten Ablehnungen sind keine medizinischen Streitfälle, sondern abgetippte Ziffern und abgelaufene Policen.

Neue Patienten füllen ihre Angaben und die Einwilligung einmal auf einem Tablet aus, und weil danach nichts mehr abgeschrieben wird, entstehen auch die Doppelakten nicht mehr, die sonst über Jahre wachsen. Der Wartebildschirm zeigt Position und eine ehrliche Schätzung und passt sie an, sobald ein Arzt aus dem Takt gerät. Durchschnittliche Wartezeiten von 35 bis 50 Minuten pendeln sich damit meist bei 15 bis 25 Minuten ein, doch der eigentliche Punkt ist ein anderer: Eine angekündigte Wartezeit verzeihen Patienten, eine selbst entdeckte nicht.

Ein gut organisierter Besuch, Minute für Minute
So verteilen sich die Minuten eines gut organisierten Besuchs, von der Buchung bis zum Folgetermin: rund 39 Minuten von Tür zu Tür statt der 65 bis 80 Minuten, die derselbe Besuch braucht, wenn jede Station auf Papier läuft.

Im Sprechzimmer: die ganze Vorgeschichte auf einem Bildschirm

Sobald der Patient sitzt, sieht der Arzt ohne Suchen dasselbe Bild: Allergien, chronische Erkrankungen, aktuelle Medikamente, die Notiz vom letzten Besuch, der letzte Laborwert und das, was beim letzten Mal versprochen wurde. Gerade der letzte Punkt wirkt klein und ist es nicht, weil ein Patient sofort merkt, ob sich jemand erinnert.

Die Notiz selbst entsteht aus einer Vorlage, in die der vorige Besuch übernommen wird, und das dauert etwa 60 bis 120 Sekunden statt der 4 bis 6 Minuten, die freies Tippen kostet. Bei fünfundzwanzig Patienten am Tag sind das über eine Stunde Arbeitszeit, die ein Arzt zurückbekommt, und diese Stunde entscheidet in der Praxis darüber, ob abends noch Dokumentation offen ist oder nicht.

Rezepte werden gedruckt oder direkt versendet, sodass nichts mehr an einer Handschrift hängt, und das System meldet sich, wenn eine Allergie hinterlegt ist oder das neue Präparat mit einem bereits eingenommenen kollidiert. Diese Warnungen sind kein Ersatz für den Arzt, sie sind ein zweites Paar Augen an einem langen Tag.

Dazu die Warnung, die wir jedem Kunden geben, weil sie über Erfolg oder Scheitern entscheidet: Wenn der Dokumentationsbildschirm den Blick des Arztes vom Patienten wegzieht, ist er nach spätestens zwei Wochen wieder abgeschaltet, und danach nützt das schönste Abrechnungsmodul nichts mehr, weil die Daten fehlen. Der klinische Bildschirm muss deshalb der kürzeste im ganzen System sein, notfalls auf Kosten von Feldern, die jemand im Projekt gern hätte.

Aufträge, die zurückkommen müssen: Labor, Bildgebung und der Befund, dem niemand nachging

Der Test wird aus dem Sprechzimmer heraus angefordert und erscheint sofort auf der Arbeitsliste im Labor, sodass kein Zettel über den Flur wandert und keine Anforderung zweimal erfasst wird. Das klingt nach einer Kleinigkeit, spart aber genau die Rückfragen, die sonst den Vormittag zerhacken.

Der Befund hängt sich anschließend selbst an die Patientenakte und meldet dem Arzt, dass er da ist. Der Fehler, den das verhindert, lässt sich in einem Satz beschreiben: Der Wert kam auffällig zurück, er lag in einer Ablage, und niemand hat den Patienten angerufen. Genau daraus entstehen die unangenehmsten Fälle, die eine Praxis erleben kann.

Deshalb bestehen wir auf einer Liste offener Befunde als Sicherheitsnetz: Alles, was angefordert und innerhalb der erwarteten Frist nicht zurückgekommen ist, bleibt sichtbar, bis ein Mensch es schließt. Wer sich in das Thema einlesen möchte, findet bei uns weitere Beiträge zum Umgang mit Befunden.

Überweisungen und Wechsel zwischen Standorten nehmen die Akte mit, und das wird in dem Moment wichtig, in dem eine Praxis ihre zweite Adresse eröffnet, denn ab da ist die Frage nicht mehr, wo der Ordner steht, sondern wer ihn zuletzt geöffnet hat.

An der Kasse: die Rechnung, der Antrag und das Geld, das leise verschwindet

Die Rechnung entsteht aus dem, was im Sprechzimmer tatsächlich passiert ist, weshalb eine Leistung weder doppelt berechnet noch vergessen wird. Das Vergessen ist übrigens die häufigste Quelle stiller Verluste in einer Papierpraxis, und es fällt niemandem auf, weil eine nicht geschriebene Position in keiner Statistik auftaucht.

Bar, Karte und Versicherung teilen sich auf einer einzigen Quittung auf, Rabatte oberhalb einer Grenze brauchen die Freigabe einer verantwortlichen Person, und die Belegnummer lässt sich weder überspringen noch ein zweites Mal vergeben. Damit ist der Abend an der Kasse keine Rekonstruktion mehr, sondern eine Kontrolle.

Der Versicherungsantrag geht am selben Tag heraus, mit Codes und Belegen im Anhang. Jede Ablehnung kostet rund 20 bis 40 Minuten, weil jemand den Fall noch einmal aufmacht, und sie verschiebt die Zahlung um weitere 30 bis 60 Tage, sodass die Prüfung an der Anmeldung von vorhin das gesamte System für sich allein bezahlt. Wer tiefer in die Abrechnung einsteigen will, sollte zuerst dort ansetzen und nicht bei der Software.

Offene Beträge folgen dem Patienten zum nächsten Besuch, statt in einem Heft zu leben, das niemand liest. Die Rechnung dazu kann jeder Inhaber selbst nachvollziehen: Eine Praxis, die 3 Prozent mehr von dem einsammelt, was sie ohnehin schon verdient hat, steht am Jahresende in aller Regel besser da als eine, die dafür neue Patienten jagt.

Material, Verbrauch und Verfallsdaten, und wann Sie das alles weglassen sollten

Verbrauchsmaterial geht bei der Verwendung vom Bestand ab, sodass die Zahl auf dem Bildschirm der Zahl im Schrank entspricht, und die Nachbestellung meldet sich, bevor ein Arzt feststellt, dass die letzte Packung leer ist. Das ist der offensichtliche Teil.

Der eigentliche Gewinn sind die Verfallswarnungen rund 60 Tage im Voraus. Praxen, die einmal im Jahr zählen, finden typischerweise 5 bis 12 Prozent ihres Verbrauchsmaterials abgelaufen oder unauffindbar, und sobald Chargen und Daten mitlaufen, sinkt das meist auf 1 bis 3 Prozent. Bei einem Materialbudget von wenigen tausend Euro im Jahr ist das eine reale Summe, die niemand vorher als Verlust wahrgenommen hat.

Und jetzt der günstigere Rat, den wir genauso oft geben: Eine Einzelpraxis mit einem einzigen Schrank braucht überhaupt keine Lagerverwaltung. Eine monatliche Zählung auf einem Blatt Papier ist schneller und billiger, und wer das Modul trotzdem einschaltet, beschafft der Anmeldung nur zusätzliche Arbeit ohne Gegenwert.

Zu rechnen beginnt es sich an einer klaren Grenze: mehrere Behandlungsräume, eine kleine Handapotheke oder Injektionen, oder überhaupt alles mit einer Chargennummer, nach der eine Aufsichtsbehörde später einmal fragen könnte.

18:00 Uhr: Tagesabschluss in fünf Minuten statt in einer Stunde

Der Schichtabschluss zeigt, was als Bargeld, als Karte und über Versicherungen hereingekommen ist, was noch offen steht, welche Anträge herausgegangen sind und welche feststecken, und zwar vollständig aus Einträgen, die im Laufe des Tages ohnehin entstanden sind. Es wird also nichts nachgetragen, es wird nur gelesen.

Der Vergleich beider Abende ist deutlich: 30 bis 60 Minuten, um Terminbuch, Quittungsblock und Laborheft in Übereinstimmung zu bringen, gegenüber 3 bis 5 Minuten auf einem Bildschirm. Der Unterschied ist dabei nicht nur die Zeit, sondern dass ein fehlender Beleg heute Abend auffällt und nicht erst nächsten Monat, wenn sich niemand mehr erinnert.

Die Kassenübergabe zwischen zwei Schichten wird zu einem festgehaltenen Moment mit einem Namen daran, und damit verschwindet die Diskussion, die kein Praxisinhaber gern führt, weil sie immer jemanden verdächtigt, der es meistens nicht war.

Woher die gesparten Minuten pro Tag kommen
Die Tagesrechnung zusammengezählt: rund 45 Minuten beim Abschluss, 40 beim Holen und Einsortieren von Akten, 35 bei Telefonbuchungen, 30 bei Nacharbeit an Versicherungsanträgen und 25 bei der Berichtsvorbereitung, also etwa 175 Minuten am Tag, knapp drei Stunden, was der Arbeitsleistung einer Teilzeitkraft entspricht.

Der Monat hinter dem Tag: sechs Zahlen, die sich wöchentlich lohnen

Aus den Einträgen eines solchen Dienstags entstehen Auswertungen von allein, doch die meisten Inhaber schauen auf zu viele davon. Sechs reichen:

  • Besuche je Arzt
  • durchschnittlicher Umsatz je Besuch
  • Anteil der Nichterscheiner in Prozent
  • Ablehnungsquote der Versicherungsanträge in Prozent
  • offene Forderungen, aufgeteilt nach 30, 60 und 90 Tagen
  • Verhältnis von neuen zu wiederkehrenden Patienten

Wichtiger als das Sammeln ist das Lesen. Eine Ablehnungsquote über 10 Prozent ist fast immer ein Datenproblem an der Anmeldung und nur selten ein schwieriger Versicherer, weshalb die Lösung dort und nicht in einem Telefonat mit der Versicherung liegt. Und ein sinkender Anteil wiederkehrender Patienten ist in der Regel ein Wartezeitproblem, lange bevor er ein Marketingproblem wird.

Hüten Sie sich vor dem Dashboard, das niemand öffnet. Drei Zahlen, die montags früh als Nachricht ankommen, wirken zuverlässig mehr als zwanzig Diagramme hinter einem Login, und wenn wir bei Linkysoft Berichte für eine Praxis bauen, ist die erste Frage deshalb nicht, was sich darstellen lässt, sondern welche drei Zahlen der Inhaber tatsächlich lesen wird. Beispiele aus abgeschlossenen Projekten finden Sie in unseren Fallstudien.

Wer was sehen darf, und der Tag, an dem jemand kündigt

Rollen lassen sich in einem Satz erklären: Die Anmeldung sieht Kalender und Geld, aber keine klinischen Notizen, eine Pflegekraft sieht die Notizen der Patienten in ihren Räumen, und der Inhaber sieht die Summen. Das ist in den meisten Ländern eine rechtliche Erwartung und keine Geschmacksfrage, weshalb es zum Pflichtteil jedes Angebots gehört.

Jedes Öffnen einer Akte wird mit Namen und Uhrzeit protokolliert, und genau dieses Protokoll klärt später den Streit darüber, wer die Akte der Nachbarin angesehen hat. Ohne Protokoll steht Aussage gegen Aussage, mit Protokoll ist die Sache in zwei Minuten geklärt.

Am Tag einer Kündigung wird das Konto mit einem Klick deaktiviert, und niemand teilt sich ein Passwort mit jemand anderem. Geteilte Zugänge sind die mit Abstand häufigste Schwachstelle, die wir in schnell gewachsenen Praxen finden, weil sie im Alltag bequem sind und im Ernstfall jede Nachvollziehbarkeit zerstören.

Dazu Sicherungen, die auch wirklich getestet werden: eine tägliche Kopie an einem zweiten Ort, etwa 30 Tage Historie und eine Rückspielung, die zweimal im Jahr geprobt wird, denn eine Praxis, die noch nie eine Sicherung zurückgespielt hat, besitzt streng genommen keine. Wie so eine Absicherung aussieht, beschreiben wir unter Cybersicherheit.

Was es kostet, wann die kleinere Lösung gewinnt und wie eine Einführung wirklich verläuft

Fertige Praxissoftware kostet üblicherweise etwa 25 bis 120 USD je Nutzer und Monat, sodass eine Praxis mit sechs Zugängen bei rund 150 bis 720 USD im Monat landet und in 2 bis 6 Wochen arbeitsfähig ist. Für die allermeisten Praxen ist das die richtige Antwort, und wir sagen das auch dann, wenn am Ende weniger Projekt für uns dabei herauskommt.

Eine Eigenentwicklung lohnt sich erst für eine Gruppe mit mehreren Standorten, eigenem Labor oder einer ungewöhnlichen Mischung an Versicherern, und sie kostet typischerweise 15.000 bis 60.000 USD über 10 bis 20 Wochen, dazu jährlich noch einmal etwa 15 bis 20 Prozent dieser Summe für Hosting, Support und Änderungen. Ein oder zwei Ärzte sollten also das fertige Produkt kaufen und die Entscheidung erst wieder aufmachen, wenn der dritte Standort ansteht oder der erste Arbeitsablauf auftaucht, den kein Produkt abbildet.

Unterschätzt wird fast immer der Umzug der Daten: 5.000 bis 50.000 Patientendatensätze brauchen 1 bis 3 Wochen Bereinigung, und rechnen Sie mit 8 bis 15 Prozent Dubletten, weil dieselbe Person unter drei Schreibweisen und zwei Telefonnummern im Bestand steht. Wer diese Wochen nicht einplant, nimmt die Unordnung des Papiers unverändert mit ins neue System.

Die Schulung dauert 3 bis 6 Stunden je Empfangskraft und 60 bis 90 Minuten je Arzt, und dann kommt der Teil, den seriöse Anbieter vorher ansprechen: Fast jede Praxis erlebt 2 bis 3 Wochen, in denen sie sich 10 bis 15 Prozent langsamer anfühlt, bevor sie das alte Tempo überholt. Gehen Sie deshalb an einem ruhigen Tag live und lassen Sie in der ersten Woche das Papier parallel weiterlaufen, damit niemand in Panik gerät.

Über Erfolg entscheiden am Ende zwei Dinge, und keines davon ist die Software: eine Person in der Praxis, die die Entscheidungen trifft und sie auch durchhält, und ein Anbieter, der im siebten Monat noch ans Telefon geht. Wenn Sie beides prüfen wollen, sprechen Sie uns über Kontakt an, und wenn tatsächlich eine eigene Lösung nötig ist, finden Sie unter Entwicklung von Webanwendungen, wie wir bei Linkysoft solche Systeme aufsetzen und begleiten.

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