Webdesign und Webentwicklung

Website, Onlineshop oder Webanwendung: Was brauchen Sie wirklich?

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Website, Onlineshop oder Webanwendung: Was brauchen Sie wirklich?

Kaum eine Entscheidung kostet kleine Unternehmen so viel Geld wie diese eine, und sie fällt fast immer in der falschen Reihenfolge: Erst wird die Technik ausgesucht, danach überlegt man, wozu sie eigentlich gut sein soll. Dieser Text dreht das um.

Fangen Sie bei dem an, was ein Besucher tun soll, nicht bei dem, was gebaut wird

Website, Onlineshop und Webanwendung klingen nach klein, mittel und groß, und genau darin liegt die Falle. Es sind keine Qualitätsstufen, sondern drei verschiedene Antworten auf dieselbe Frage: Was soll in den neunzig Sekunden geschehen, nachdem jemand auf Ihrer Seite gelandet ist? Sobald Sie das beantwortet haben, beantwortet sich die Technik fast von allein.

Dahinter stecken drei Bilder, die sich in je einem Satz erzählen lassen. Der erste Besucher muss Ihnen glauben und dann zum Hörer greifen, weil der Auftrag ohnehin erst im Gespräch entsteht. Der zweite will sofort bezahlen und verliert bei jedem überflüssigen Klick ein Stück Kauflust. Der dritte ist streng genommen kein Besucher, sondern jemand, der sich mit einem eigenen Zugang anmeldet, um zu arbeiten: Termine eintragen, Bestellungen prüfen, etwas freigeben.

Der teuerste Weg zu dieser Entscheidung ist, beim Wettbewerber abzuschauen. Sie sehen dessen Schaufenster, aber nicht dessen Budget, nicht dessen Bestellmenge und schon gar nicht die Probleme, die ihm dieses System jeden Tag macht. Wer kopiert, erbt fremde Fehler zum vollen Preis. Deshalb bekommen Sie hier nicht nur Definitionen, sondern eine Entscheidung, eine Zahl für Ihr Budget und einen nächsten Schritt, den Sie noch in dieser Woche gehen können.

Website, Onlineshop, Webanwendung: was sich wirklich dahinter verbirgt

Die Unternehmenswebsite

Eine Unternehmenswebsite umfasst meist fünf bis zwölf Seiten, wird ein- oder zweimal im Monat gepflegt und hat dabei nur eine einzige Aufgabe, nämlich gefunden und geglaubt zu werden. In aller Regel besteht sie aus Startseite, Leistungen, Über uns, Referenzen, Preisen und Kontakt, und mehr braucht es am Anfang selten. Dazu gehört ein CMS, und das ist nichts Geheimnisvolles, sondern schlicht die Bildschirmmaske, in der Sie Ihre eigenen Texte, Preise und Bilder selbst ändern, ohne jemanden anzurufen und ohne eine Zeile Code zu sehen.

Der Onlineshop

Ein Onlineshop ist ein Katalog, um den herum Warenkorb, Kasse, Lagerbestände, Versandregeln, Steuersätze und Rücksendungen gebaut werden. Die Schaufensterseite ist dabei die leichtere Hälfte, denn die eigentliche Arbeit beginnt hinter der Kasse: Jede Bestellung muss bezahlt, verpackt, versendet, nachverfolgt und manchmal erstattet werden, und all das soll Ihr Team möglichst wenig Zeit kosten. Wer nur die hübsche Produktseite kauft, hat das Schaufenster bezahlt und die Arbeit dahinter noch vollständig vor sich.

Die Webanwendung

Eine Webanwendung ist Software, die im Browser läuft, statt auf einem Schreibtisch zu stehen, und bei der sich jede Person mit einem eigenen Konto anmeldet, sodass das System weiß, wer da ist und was diese Person darf. Drei Wörter fallen dabei immer, deshalb hier je ein Satz dazu. Ein Login ist die Anmeldung mit Benutzername und Passwort. Eine Rolle legt fest, was jemand sehen und ändern darf, weil der Empfang etwas anderes braucht als die Buchhaltung. Ein Dashboard ist die erste Seite nach der Anmeldung, auf der steht, was diese Person heute zu erledigen hat.

Und die App fürs Handy? Sie ist keine vierte Kategorie, sondern eine zusätzliche Verpackung für etwas, das meistens ohnehin als Webanwendung existiert. Wenn Sie zwischen den Grundformen noch schwanken, hilft ein Blick darauf, wie wir Websites und Shops aufbauen und was wir unter einer maßgeschneiderten Webanwendung verstehen.

Drei Fragen, die die Sache in etwa fünf Minuten klären

Frage eins: Muss auf Ihren eigenen Seiten Geld den Besitzer wechseln? Gemeint ist nicht, ob Sie Geld verdienen, sondern ob der Abschluss tatsächlich am Bildschirm passiert. Bei einem Sanitärbetrieb, einer Kanzlei oder einer Agentur schließt das Telefonat oder das schriftliche Angebot den Verkauf ab, und die Seite hat nur die Aufgabe, bis dorthin zu führen.

Frage zwei: Meldet sich jemand öfter als einmal pro Woche an, um wiederkehrende Arbeit zu erledigen, und wie viele Menschen sind das? Eine Kundin, die zweimal im Jahr ihre Rechnung herunterlädt, ist kein Grund für eine Anwendung, und vier Mitarbeiterinnen, die morgens dieselbe Liste abarbeiten, kommen mit einer gemeinsam gepflegten Tabelle meist noch gut zurecht. Fünfzehn Mitarbeiterinnen, die jeden Morgen dasselbe tun, sind dagegen ein Grund.

Frage drei: Arbeiten Sie wirklich anders als alle anderen in Ihrer Branche, oder bezahlen Sie gerade dafür, etwas nachzubauen, das Sie für eine Monatsgebühr mieten könnten? Terminbuchung, Newsletter, Buchhaltung und Kassensysteme gibt es fertig, oft für 20 bis 100 US-Dollar im Monat. Eine Eigenentwicklung lohnt sich erst dort, wo Ihr Ablauf selbst der Wettbewerbsvorteil ist.

Die Auswertung selbst ist unspektakulär. Dreimal nein bedeutet eine Website, und das ist vor allem eine gute Nachricht für Ihre Kasse, weil der Abschluss ohnehin im Gespräch fällt. Sagen Sie bei Frage eins ja, dann brauchen Sie einen Onlineshop oder wenigstens einen Bezahlweg, was nicht ganz dasselbe ist. Ein Ja bei Frage zwei in echter Größenordnung führt dagegen zur Webanwendung, wobei das Wort Größenordnung hier die eigentliche Arbeit macht. Als Faustregel benutzen wir dabei eine klare Grenze: Unter etwa fünf regelmäßigen internen Nutzern und weniger als rund 200 Vorgängen pro Woche gewinnt eine gute Website plus Tabellenkalkulation fast immer bei den Kosten, während ab etwa 15 bis 20 Nutzern oder ein paar Hundert Vorgängen pro Woche die Handarbeit still und leise mehr kostet, als die Software gekostet hätte. Taucht in Angeboten das Wort Checkout auf, ist damit nichts Geheimnisvolles gemeint, sondern schlicht die Kasse Ihres Shops, also die letzten Bildschirme, auf denen ein Kunde Adresse, Versandart und Zahlungsweise einträgt und den Kauf abschließt.

Was der Aufbau kostet, und warum ehrliche Angebote so weit auseinanderliegen

Das sind die Spannen, die wir in der Praxis nennen, und dahinter jeweils, wer unten und wer oben steht:

  • Unternehmenswebsite mit 6 bis 10 Seiten: etwa 1.500 bis 6.000 US-Dollar. Unten steht ein sorgfältig angepasstes Template, ein Standort, eine Sprache und Texte, die Sie selbst liefern. Oben steht ein eigenes Design, professionelle Fotos, mehrere Standorte und Texte, die jemand für Sie schreibt.
  • Onlineshop mit 100 bis 500 Produkten: etwa 6.000 bis 25.000 US-Dollar. Unten: ein Standardsystem, einfache Produkte, ein Zahlungsanbieter, ein Versandland. Oben: Varianten in Größe und Farbe, Anbindung an Warenwirtschaft und Buchhaltung, mehrere Länder und mehrere Sprachen.
  • Erste wirklich benutzbare Fassung einer eigenen Webanwendung mit Logins und Rollen: etwa 20.000 bis 80.000 US-Dollar. Unten: drei Rollen, ein sauberer Ablauf, wenige Auswertungen. Oben: Freigabestufen, Abrechnung, Schnittstellen zu vorhandenen Systemen und Zahlen, auf die sich jemand wirklich verlassen muss.

Fünf Dinge bewegen den Preis, alles andere ist Beiwerk: die Anzahl der Benutzerrollen, die Anbindung an Systeme, für die Sie ohnehin schon zahlen, eigenes Design gegen sorgfältig angepasstes Template, die Anzahl der Sprachen und die Übernahme alter Daten. Jede weitere Sprache kostet spürbar mehr, weil nicht nur übersetzt, sondern auch geprüft und dauerhaft gepflegt werden muss.

Warum können zwei ehrliche Angebote für dieselbe Website um das Vierfache auseinanderliegen? Weil das eine Texte, Fotos, Tests auf echten Geräten und die zweite Sprache enthält und das andere nicht. Zwingen Sie beide Angebote mit drei Fragen auf denselben Boden: Wer schreibt die Texte und wer beschafft die Bilder? Was genau ist nach dem Start enthalten, und für wie lange? Wem gehören am Ende Domain, Code und Daten? Ein Angebot, das deutlich unter der Spanne liegt, hat etwas weggelassen, und es sind fast immer Inhalte, Tests oder die zweite Sprache.

Wie lange es bis zum Start dauert, und woran es tatsächlich hakt

Vom Startschuss bis zur Veröffentlichung sehen wir diese Zeiträume:

  • Unternehmenswebsite: 2 bis 4 Wochen
  • Onlineshop: 5 bis 9 Wochen
  • Buchungssystem oder Kundenportal: 12 bis 16 Wochen
  • Vollständige eigene Plattform mit Rollen und Auswertungen: 20 bis 28 Wochen

Wichtig ist dabei ein Satz, den viele überhören: Die Uhr läuft ab dem Moment, in dem die Inhalte vorliegen, nicht ab dem Tag der Unterschrift. Wir haben Websites erlebt, die technisch nach zwölf Tagen fertig waren und trotzdem elf Wochen bis zum Start brauchten, weil die Fotos fehlten.

Wochen vom Startschuss bis zur Veröffentlichung
Wochen vom Startschuss bis zur Veröffentlichung

Genau hier sitzt der Engpass. Bei Projekten, die aus dem Zeitplan laufen, steckt der größte Teil der verlorenen Zeit nicht im Code, sondern im Warten: auf Texte, auf Fotos, auf Produktdaten. Ein Katalog kostet grob 4 bis 8 Stunden Datenarbeit pro 100 Produkte, bevor eine Entwicklerin überhaupt etwas anfasst, also kommen 300 Produkte auf 12 bis 24 Stunden, das sind eineinhalb bis drei volle Arbeitstage. Wer das einplant, hält Termine, und wer es übersieht, verschiebt zweimal.

Der praktische Ausweg ist unbequem, funktioniert aber fast immer: Starten Sie am zugesagten Termin mit einer kleineren Fassung und schieben Sie den Rest in Woche drei nach. Eine Seite, die online ist, verdient Geld, während eine perfekte Seite, die noch wartet, nur kostet.

Die Rechnung, die niemand einplant: was der Betrieb jedes Jahr kostet

Gebaut ist nicht bezahlt, denn jedes der drei Modelle bringt laufende Kosten mit: Hosting, Domain, das Sicherheitszertifikat, also das kleine Schloss neben der Adresse im Browser, das die Daten Ihrer Kunden verschlüsselt, dazu Sicherungen und kostenpflichtige Erweiterungen.

  • Website: etwa 60 bis 300 US-Dollar Hosting im Jahr, dazu 12 bis 25 US-Dollar für die Domain.
  • Onlineshop: etwa 300 bis 1.200 US-Dollar im Jahr, wenn Hosting, Zertifikat, Sicherungen und kostenpflichtige Erweiterungen zusammengerechnet sind.
  • Webanwendung: etwa 1.200 bis 6.000 US-Dollar im Jahr für Server, Datenbank, eine Testkopie, Überwachung und Sicherungen.

Dazu kommt der Posten, den fast jeder Shopbetreiber unterschätzt, nämlich die Zahlungsgebühren. Kartenzahlungen kosten grob 2,4 bis 3,5 Prozent plus 0,20 bis 0,30 US-Dollar pro Bestellung, und das rechnet sich so nach: 200 Bestellungen im Monat bei einem durchschnittlichen Warenkorb von 60 US-Dollar ergeben 12.000 US-Dollar Umsatz. Davon gehen 2,4 bis 3,5 Prozent ab, also 288 bis 420 US-Dollar, dazu 200 mal 0,20 bis 0,30 US-Dollar, also 40 bis 60 US-Dollar. Zusammen sind das 328 bis 480 US-Dollar im Monat, die an die Zahlungsanbieter gehen, bevor irgendeine andere Kostenposition überhaupt berücksichtigt ist. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein, die Rechnung bleibt dieselbe.

Und dann die Wartung. Planen Sie 15 bis 20 Prozent der Baukosten pro Jahr ein, bei einem Shop für 10.000 US-Dollar also 1.500 bis 2.000 US-Dollar. Dieses Geld ist kein Abo für nichts, sondern es kauft Sicherheitsaktualisierungen, die Anpassung an neue Browser- und Handygenerationen und die kleinen Änderungen, auf die niemand einen Monat warten möchte.

Das erste Jahr eines Shopbetreibers verteilt sich in der Praxis ungefähr so: 60 Prozent Aufbau und Einrichtung, 12 Prozent Produkttexte und Fotografie, 11 Prozent Karten- und Gebührenkosten, 10 Prozent Änderungen und Support, 7 Prozent Hosting, Sicherheit und Sicherungen. Der Bau ist also nur etwa sechs Zehntel des ersten Jahres, was erklärt, warum ein Budget, das genau auf den Angebotspreis passt, im November nicht mehr passt.

Wohin die Ausgaben im ersten Shopjahr fließen
Wohin die Ausgaben im ersten Shopjahr fließen

Wie ernst der erste Wartungspunkt ist, sehen Sie beim Thema Sicherheit und Sicherungen: Ein Shop mit veralteten Erweiterungen ist kein technisches Ärgernis, sondern ein geschäftliches Risiko, und eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung.

Die meisten Unternehmen kaufen zu groß, und das hat einen Preis

Das Muster ist immer dasselbe: Jemand bezahlt heute für die Firma, die er in drei Jahren zu führen hofft, und stellt dann fest, dass die erhoffte Menge nie eingetroffen ist. Die Software ist nicht kaputt, sie ist nur zu groß für das, was tatsächlich passiert.

Ein Beispiel: ein Portal für sechs Mitarbeiter, 30.000 US-Dollar, gebaut, um Vorgänge zu verwalten, die dieses Team zu sechst auch in einer gemeinsamen Tabelle bewältigt hätte. Zwei Drittel dieses Budgets, also 20.000 US-Dollar, in eine schnelle Website, ordentliche Produktfotos, saubere Produktdaten und Auffindbarkeit gesteckt, sehen dagegen so aus: 8.000 Besuche im Monat mit einer Kaufquote von 1,5 Prozent ergeben 120 Bestellungen, und wenn bessere Bilder, klarere Preise und kürzere Ladezeiten die Quote auf 2,2 Prozent heben, sind es 176 Bestellungen. Bei einem Warenkorb von 60 US-Dollar sind das rund 3.360 US-Dollar mehr im Monat, was diesen Aufbau für 20.000 US-Dollar in etwa sechs Monaten zurückzahlt, während die restlichen 10.000 US-Dollar gar nicht erst ausgegeben werden. Das Portal zahlt in derselben Zeit nichts zurück, weil es die Arbeit von sechs Personen verwaltet und nicht den Umsatz.

Bleibt die Angst vor dem teuren Neubau, und die verdient eine ehrliche Antwort. Teuer wird der Wechsel nur, wenn beim ersten Bau Inhalte und Daten ignoriert wurden. Eine Website im ersten Jahr zu einem Shop umzubauen kostet typischerweise 60 bis 80 Prozent der ursprünglichen Baukosten noch einmal, weil Design, Inhalte und Hosting neu gemacht werden. Was mitwandert, sind Ihre Domain, Ihre Texte, Ihre Fotos, Ihre Kunden- und Produktdaten und die Sichtbarkeit, die Sie sich bei Google erarbeitet haben. Was nicht mitwandert, ist das Theme, also die fertige Design-Vorlage, auf der die Seiten aufgebaut sind, dazu die einzelnen Seitenvorlagen und ein Teil der technischen Einrichtung.

Bei Linkysoft haben wir Kunden mehr als einmal zum kleineren Paket geraten, obwohl das größere im Angebot stand, und beide Seiten sind damit besser gefahren: Der Kunde hatte nach vier Wochen etwas online, das verdient, und wir hatten nach sechs Monaten echte Zahlen statt Vermutungen, mit denen sich der nächste Schritt fast von allein begründet hat.

Wann eine schlichte Website ehrlich der klügere Kauf ist

Für eine große Gruppe von Unternehmen ist die Website nicht die Sparversion, sondern die richtige Antwort: Dienstleister, die im Gespräch abschließen, Praxen, Handwerksbetriebe, Beratungen, Restaurants und Firmen, die an andere Firmen verkaufen und dabei zwanzig bis zweihundert hochwertige Abschlüsse im Jahr machen. Wer pro Auftrag 5.000 US-Dollar verdient, braucht keinen Warenkorb, sondern Vertrauen und eine Telefonnummer, die man auf Anhieb findet.

Geben Sie die Differenz dort aus, wo sie wirkt: Belege statt Behauptungen, also Referenzen mit Namen und Zahlen, kurze Ladezeiten, echte Fotos statt Bildagenturmotiven, klare Preise oder wenigstens Preisrahmen, ein einziger offensichtlicher Weg zur Buchung oder Anfrage und lokale Auffindbarkeit samt gepflegtem Kartenprofil.

Ein konkreter Maßstab, an dem Sie sich festhalten können: Sechs bis zehn Seiten, die in unter zwei Sekunden laden und die fünf Fragen beantworten, die jeder Käufer stellt, verdienen mehr als dreißig Seiten, die keine davon beantworten. Die fünf Fragen lauten: Was kostet es, wie lange dauert es, für wen ist das gedacht, was passiert, wenn etwas schiefgeht, und wie fange ich an? Wie viel Nachfrage danach entsteht, hängt weniger an der Technik als an der Sichtbarkeit, und wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Projektbeispiele.

Die Anzeichen, dass Sie aus Ihrer Website oder Ihrem Shop herausgewachsen sind

Der Wechsel kündigt sich selten technisch an, sondern im Alltag, und diese vier Zeichen sind eindeutig:

  • Bestellungen kommen per Direktnachricht, und jemand schreibt sie von Hand ab.
  • Mitarbeiter tippen dieselben Angaben in zwei Systeme.
  • Eine gemeinsame Tabelle hat fünf oder mehr Personen im Zugriff.
  • Kunden fragen regelmäßig nach, wo ihre Bestellung bleibt.

Ab wann sich Software rechnet, lässt sich ausrechnen. Eine Praxis mit 40 Terminen am Tag und vier Minuten pro Anruf verbringt rund 2,7 Stunden täglich am Telefon, und wandern 60 Prozent dieser Termine in eine Online-Buchung, kommen etwa 1,6 Stunden pro Tag zurück, also knapp 33 Stunden im Monat. Das ist ungefähr eine Personenwoche, jeden Monat, und ab diesem Punkt kostet die Software nicht mehr, sondern sie zahlt.

Auch ein Shop meldet sich, wenn er zur Anwendung werden möchte: Kunden bitten um Angebote statt um Warenkörbe, Bestellungen brauchen eine Freigabe, Geschäftskunden erwarten eigene Preisstufen, Abonnements kommen dazu, und Stammkunden möchten einen Bereich mit Anmeldung, in dem ihre Daten und Aufträge stehen. Tauchen zwei oder drei dieser Punkte gleichzeitig auf, ist die Grenze erreicht. Wir bei Linkysoft schauen in solchen Fällen zuerst auf die Zahl der Vorgänge pro Woche, weil sie ehrlicher antwortet als jedes Bauchgefühl.

Und die App fürs Handy? Sie lohnt sich, wenn Menschen Ihr Angebot mehrmals pro Woche unterwegs nutzen oder wenn Sie Benachrichtigungen und Kamera wirklich brauchen. In fast allen anderen Fällen kommt die Webfassung zuerst, weil sie günstiger zu ändern ist und niemanden zwingt, vorher etwas zu installieren.

Verkaufen Sie online, bevor Sie einen Shop bauen

Bevor Sie 15.000 US-Dollar in einen Shop stecken, testen Sie die Nachfrage für ein paar Hundert. Vier Wege funktionieren dafür gut: eine Anzeige auf einem Marktplatz, eine Kasse direkt im sozialen Profil, ein Zahlungslink auf einer ganz normalen Seite und ein fertiges Buchungswerkzeug für Termine. Alle vier stehen in Tagen statt in Wochen.

Diese Wege sind allerdings Miete, und Miete summiert sich schneller, als die meisten Inhaber erwarten. Die Provision liegt üblicherweise zwischen 5 und 20 Prozent pro Verkauf, also kosten 10.000 US-Dollar Monatsumsatz bei 15 Prozent genau 1.500 US-Dollar im Monat, das sind 18.000 US-Dollar im Jahr und damit mehr, als die meisten Shops im Aufbau kosten. Damit wird der Umstiegspunkt zu einer Zahl statt zu einem Vorsatz: Sobald die Provision eines Jahres den Baupreis übersteigt, bauen Sie.

Damit die Testphase nichts verbrennt, behalten Sie vier Dinge in der eigenen Hand: Ihre Kundenliste, Ihre Produktdaten, Ihre Fotos und Ihre eigene Domain. Wer über einen Marktplatz startet und diese vier Dinge exportierbar hält, zieht später in zwei Wochen um statt in zwei Monaten.

Wählen Sie die Lösung, aus der Sie sauber herauswachsen können

Vier Dinge kosten heute nichts und ersparen Ihnen später einen Neubau:

  • Domain und Hostingkonto laufen auf Ihren Namen, nicht auf den der Agentur.
  • Texte und Fotos gehören Ihnen, und zwar schriftlich festgehalten.
  • Produkt- und Kundendaten liegen strukturiert und exportierbar vor, also in klaren Feldern statt in einer PDF-Datei.
  • Sie wissen jederzeit, wer die Administratorzugänge hat.

Wenn Sie Angebote einholen, passt der Auftrag auf eine einzige Seite, und darauf gehören fünf Punkte:

  • Was soll der Besucher tun?
  • Wie viele Menschen melden sich an, und wie oft?
  • Welche Systeme müssen miteinander sprechen?
  • Bis wann soll es live sein?
  • Wo liegt die Obergrenze des Budgets?

Wer diese fünf Punkte beantwortet, bekommt vergleichbare Angebote statt schöner Prosa.

In drei Sätzen zusammengefasst: Schließen Sie im Gespräch ab, dann bauen Sie eine Website für 1.500 bis 6.000 US-Dollar und stecken den Rest in Fotos, Ladezeit und Sichtbarkeit. Wechselt das Geld auf Ihren eigenen Seiten den Besitzer, dann bauen Sie einen Shop für 6.000 bis 25.000 US-Dollar und rechnen 15 bis 20 Prozent davon jährlich für den Betrieb ein. Melden sich täglich Menschen an, um zu arbeiten, dann ist die Webanwendung ab 20.000 US-Dollar die ehrliche Antwort, aber erst, wenn die Vorgänge pro Woche das auch tragen. Fragen zu Hosting und Betrieb klären wir gern vorab, und wenn Sie Ihre Zahlen einmal von außen geprüft haben möchten, schreiben Sie uns über die Kontaktseite: Linkysoft sagt Ihnen auch dann, dass die kleinere Lösung reicht, wenn sie reicht.

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