Keylogger

Ein verstecktes Programm, das jede getippte Taste mitschreibt, auch das Passwort für das Bankkonto.

Auch bekannt als Tastaturrekorder Tastenprotokollierer Tastatur-Spion

Definition

Ein Keylogger ist ein Programm, das jede Taste mitschreibt, die jemand am Computer drückt. Es bleibt unsichtbar. Es bremst den Rechner nicht und öffnet kein Fenster. Es sammelt einfach eine Liste des Getippten und schickt sie an denjenigen, der es installiert hat. Das Bankpasswort, das E-Mail-Passwort, die Kartennummer, die eine Kundin am Telefon vorliest, alles landet in derselben Datei.

Am meisten gefährdet ist der gemeinsame Rechner im Hinterzimmer. Niemand fühlt sich zuständig, alle benutzen ihn. Der Chef ruft morgens die Bank auf, ein Lieferant steckt mittags einen USB-Stick hinein, eine Aushilfe surft abends darauf. Genau dort landen solche Programme meistens.

Sie kommen auf drei üblichen Wegen herein. Jemand öffnet einen Anhang, der wie eine Rechnung aussieht. Jemand installiert ein kostenloses Programm zum Umwandeln einer Datei oder eine geknackte Version bezahlter Software, und der Rekorder kommt mit. Oder jemand hat zehn Minuten allein und steckt ein kleines Teil zwischen Tastaturkabel und Rechner, das kein Virenschutz sieht, weil es gar keine Software ist.

Die Zeichen sind leise, und das ist der Sinn der Sache. Das Tippen wirkt leicht verzögert. Der Mauszeiger ruckelt genau bei der Passworteingabe. Eine Seite verlangt eine neue Anmeldung, obwohl Sie sich nie abgemeldet haben. Zuerst gehen kleine Beträge vom Konto, weil der Beobachter die Grenze testet, bevor er mehr nimmt. Wenn eine Mitarbeiterin sagt, ihr Postfach verschicke Nachrichten, die sie nie geschrieben hat, verdächtigen Sie den Bürorechner vor dem Handy. Wenn Linkysoft gerufen wird, nachdem Geld verschwunden ist, schauen wir zuerst auf dieses Gerät.

Ein einzelnes Gerät zu säubern reicht nicht. Ändern Sie alle Passwörter von einem anderen Gerät aus, schalten Sie den Code per Handy für Bank und E-Mail ein und sehen Sie hinten am Rechner nach, ob dort etwas steckt, das Sie nicht kennen. Danach schaffen Sie den gemeinsamen Zugang ab. Linkysoft fragt in der ersten Stunde einer Sicherheitsprüfung nach genau diesem geteilten Rechner, weil kleine Betriebe dort das meiste Geld verlieren. Jeder Person ein eigenes Konto in einer richtigen Geschäftsanwendung zu geben kostet weniger als eine einzige gestohlene Überweisung.

Fragen zu Keylogger

Kann ein Virenschutz einen Keylogger finden?
Oft, aber nicht immer. Ein kleines Teil zwischen Tastatur und Rechner ist keine Software, also sieht es kein Virenschutz. Prüfen Sie auch das Kabel, nicht nur den Bildschirm.
Wie gelangt ein Keylogger auf einen Bürorechner?
Meist über einen Anhang, der wie eine Rechnung aussieht, ein Gratisprogramm zum Umwandeln einer Datei oder eine geknackte Version bezahlter Software. Manchmal steckt ihn jemand in wenigen Minuten selbst an.
Was mache ich zuerst, wenn ich einen vermute?
Ändern Sie die Passwörter von einem anderen Gerät aus, nie vom verdächtigen. Schalten Sie den Code per Handy für Bank und E-Mail ein. Erst danach den Rechner säubern oder ersetzen.
Kommt ein Keylogger am Code aus der SMS vorbei?
Allein nicht, denn dieser Code ändert sich jedes Mal. Wer aber Ihre Tasten liest, sieht ihn beim Tippen und nutzt ihn binnen einer Minute, ein Code allein ist also keine Mauer.
Ist es erlaubt, so etwas auf einem Mitarbeiterrechner zu installieren?
In den meisten Ländern ist heimliche Überwachung von Beschäftigten verboten. Wer überwacht, muss es schriftlich mitteilen und den Umfang begrenzen. Fragen Sie vorher eine Anwältin.

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