SIM-Swapping-Betrug

Ein Betrüger lässt Ihre Rufnummer auf seine eigene SIM-Karte übertragen und bekommt danach Ihre Anrufe und alle Sicherheitscodes.

Auch bekannt als SIM-Swapping Rufnummern-Diebstahl SIM-Karten-Betrug

Definition

SIM-Swapping-Betrug ist der Diebstahl Ihrer Rufnummer. Ein Betrüger ruft Ihren Mobilfunkanbieter an, gibt sich als Sie aus und lässt die Nummer auf eine neue SIM-Karte in seiner Hand übertragen. Oft kennt er Ihre Adresse und Ihr Geburtsdatum aus einem alten Datenleck, und das klingt am Telefon überzeugend genug. Ab dieser Minute landen Ihre Anrufe und Ihre SMS auf seinem Gerät.

Die Nummer ist nur die Tür. Banken, E-Mail-Anbieter und soziale Netze schicken ihre Sicherheitscodes per SMS, also hat die Codes, wer die Nummer hat. Mit Ihrer Nummer und einem alten Passwort setzt der Dieb Ihr Postfach zurück und über das Postfach dann alles andere. Eine Ladeninhaberin kann Bankkonto und Firmenseite an einem Nachmittag verlieren, ohne dass ein einziger Virus im Spiel war.

Das Warnzeichen ist leise. Das Handy verliert genau dort den Empfang, wo es immer funktioniert, keine Anrufe, keine Nachrichten, manchmal steht kein Netz auf dem Display. Die meisten halten es für eine Störung und warten bis zum Abend. Dieses Warten braucht der Dieb. Leihen Sie sich sofort ein anderes Telefon, rufen Sie Ihren Anbieter an und danach Ihre Bank. Linkysoft hat dieselbe Geschichte mehr als einmal gehört, und sie beginnt immer mit einer Stunde Stille, die niemand hinterfragt hat.

Zwei Schritte beenden das. Holen Sie Ihre Sicherheitscodes weg von der SMS und auf eine Authenticator-App, die sechs Ziffern auf Ihrem eigenen Handy zeigt und nichts durchs Netz schickt, die praktische Seite der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Rufen Sie dann Ihren Anbieter an und lassen Sie eine PIN oder ein Kennwort auf den Vertrag legen, damit die Nummer ohne dieses Wort nicht umzieht. Fragen Sie, welchen Nachweis er für einen SIM-Wechsel verlangt. Die Antwort zeigt, wie leicht Sie anzugreifen sind, und die Frage kostet nichts.

Kleine Firmen trifft es meist über eine einzige Nummer, das private Handy der Inhaberin, auf dem auch die Bankcodes ankommen. Wenn Linkysoft eine Prüfung der IT-Sicherheit macht, kommt diese Nummer zuerst von den wichtigen Konten herunter, und die Zugänge der Mitarbeiter wandern in eine App. Die Arbeit dauert eine Stunde. Der Unterschied liegt zwischen einem schlechten Morgen und einem Betrieb, der seine Lieferanten nicht mehr bezahlen kann.

Fragen zu SIM-Swapping-Betrug

Woran merke ich, dass meine Nummer übernommen wurde?
Das Handy verliert dort den Empfang, wo es sonst funktioniert, und es bleibt so. Manchmal kommt auch eine E-Mail über einen SIM-Wechsel, den Sie nie beauftragt haben. Prüfen Sie es mit einem anderen Telefon, statt zu warten.
Was mache ich in der ersten Stunde?
Rufen Sie Ihren Anbieter von einem anderen Telefon an und lassen Sie den Wechsel rückgängig machen. Ändern Sie danach am Rechner Ihr E-Mail-Passwort und melden Sie es Ihrer Bank schriftlich mit Uhrzeit. Das Tempo entscheidet über den Schaden.
Hält eine PIN auf dem Mobilfunkkonto den Betrug wirklich auf?
Sie stoppt die meisten Versuche, weil der Mitarbeiter nach etwas fragt, das der Anrufer nicht weiß. Perfekt ist sie nicht, ein hartnäckiger Dieb ruft noch einmal an, halten Sie Ihre Codes deshalb auch in einer App.
Erstattet die Bank das Geld?
Manchmal, und es hängt vom Land ab und davon, wie schnell Sie gemeldet haben. Notieren Sie die Uhrzeit, zu der das Netz wegging, sichern Sie alle Nachrichten und melden Sie es am selben Tag schriftlich. Vorbeugen ist viel billiger als der Streit danach.

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