Suchintention

Was eine Person wirklich will, wenn sie einen Satz bei Google eintippt, und warum genau das entscheidet, welche Seite erscheint.

Auch bekannt als Nutzerabsicht Suchabsicht Absicht der Anfrage

Definition

Suchintention ist das, was eine Person wirklich will, wenn sie etwas bei Google eintippt. Zwei Menschen können dieselben drei Wörter suchen und völlig Verschiedenes wollen. Google steckt den größten Teil seiner Arbeit in die Frage, wer von beiden Sie sind, und zeigt dann passende Treffer.

Es gibt vier Wünsche, mehr nicht. Manche Suchen wollen etwas lernen, etwa „warum ist der Lüfter meines Laptops so laut“. Manche wollen einen bekannten Ort erreichen, etwa „Linkysoft Login“. Manche vergleichen vor dem Kauf, etwa „beste Buchhaltungssoftware für einen kleinen Laden“. Und manche wollen sofort handeln, etwa „Zahnarzttermin heute Abend“. Lesen Sie eine Wendung laut vor, und Sie spüren, welche der vier es ist.

Deshalb kann eine Produktseite eine Anleitungsfrage nicht gewinnen. Suchen Sie „Kaffeemaschine reinigen“, und auf der ersten Seite steht nur Anleitung nach Anleitung, mit Schritten und Fotos. Google hat schon entschieden, dass die Antwort eine Anleitung ist und kein Regal. Sie können die beste Produktseite Ihrer Branche schreiben, sie erscheint trotzdem nicht, weil sie eine Frage beantwortet, die niemand gestellt hat. Die Lösung sind nicht mehr Links und nicht mehr Keywords. Schreiben Sie die Anleitung, antworten Sie ehrlich und erwähnen Sie die Maschine darin.

Die Sprachsuche hat die Form der Wörter verändert. Getippt schreibt jemand „Zahnarzt Köln“. Zum Handy gesprochen sagt dieselbe Person „welcher Zahnarzt in meiner Nähe hat Freitagabend offen“. Gesprochene Suchen sind länger, klingen wie Fragen und fragen fast immer nach Ort, Preis oder Öffnungszeit. Die Seite, die weit oben in einem klaren Satz antwortet, ist die, die das Handy vorliest.

Die Absicht entscheidet, was Sie bauen, nicht nur, was Sie schreiben. Eine Suche, die handeln will, braucht eine Maske und keinen Artikel. Ein Terminformular, einen sofortigen Preis, eine Seite zur Sendungsverfolgung. Das ist eine Webanwendung, und genau dieses Stück fehlt den meisten Seiten. Bevor Linkysoft eine Zeile für eine Marketingkampagne schreibt, öffnen wir für jede Wendung die erste Trefferseite und notieren, welcher Seitentyp dort schon gewinnt. Sind es lauter Anleitungen, planen wir eine Anleitung und setzen sie in die Struktur der Website, wo man sie findet. Der Absicht zu folgen kostet weniger, als gegen sie zu arbeiten, und ist für die meisten Firmen der schnellste Gewinn.

Fragen zu Suchintention

Woran erkenne ich die Absicht hinter einem Suchbegriff?
Suchen Sie selbst danach und lesen Sie die ersten zehn Treffer. Sind alle Anleitungen, hat Google entschieden, dass die Anfrage eine Anleitung will; Ihre Seite muss dann derselbe Typ sein.
Kann eine Seite zwei Absichten gleichzeitig bedienen?
Selten. Eine Seite, die zugleich erklären und verkaufen will, macht meist beides schlecht. Schreiben Sie die Anleitung und setzen Sie einen klaren Link zum Produkt hinein.
Zählt die Suchintention auch bei bezahlten Anzeigen?
Ja, und dort kostet es sofort Geld. Wer eine Anleitungsfrage tippt und direkt auf der Kassenseite landet, ist ein verlorener Klick. Die Zielseite muss die Frage beantworten.
Warum steht ein Blogartikel über meiner Produktseite?
Weil der Suchende eine Erklärung wollte, keinen Preis. Google zeigt den Seitentyp, den die meisten für diese Anfrage anklicken, so gut Ihre Produktseite auch ist.
Wie unterscheidet sich die Sprachsuche vom Tippen?
Gesprochene Suchen sind länger und klingen wie ganze Fragen, meist nach Ort, Preis oder Öffnungszeit. Beantworten Sie sie in einem kurzen Satz weit oben auf der Seite.

Immer noch unsicher, was das für Ihr Projekt bedeutet?

Sagen Sie uns, was Sie bauen, und wir antworten in klarer Sprache.